Das Rathaus von Türkenfeld ist ein altes Schloss.
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Das Rathaus von Türkenfeld ist ein altes Schloss.

Haushalt

Türkenfeld spart, investiert aber auch viel

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Türkenfeld – Der Etat 2021 wird zwar ein Sparhaushalt, doch gleichzeitig nimmt Türkenfeld das umfangreichste Investitionsprogramm seit Jahrzehnten in Angriff.

Türkenfeld - Im laufenden Jahr steckt die Gemeinde drei Millionen Euro in Baumaßnahmen sowie die Planung von Einheimischenmodellen und weiteren großen Vorhaben. Durch die Corona-Krise ist Türkenfeld bisher weniger gebeutelt worden als andere Kommunen, wie Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) bei der Haushaltsvorberatung sagte. Einbußen bei der Einkommens- und Gewerbesteuer zeigen sich erst seit dem vierten Quartal 2020. Die vergleichsweise gute finanzielle Situation wirkt sich andererseits auch negativ aus, denn die staatlichen Schlüsselzuweisungen sinken und die Kreisumlage steigt – jeweils um 300 000 Euro. Auch rechnet die Gemeinde mit sinkenden Steuereinnahmen. Sie schafft dennoch eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 370 000 Euro.

Die Personalkosten kennen seit Jahren nur eine Richtung – nach oben. Heuer gelinge es erstmals, diesen Trend zu brechen, so Staffler. Auf die Nachbesetzung frei werdender Stellen werde teilweise verzichtet. Resultat ist, dass die Personalkosten mit 2,8 Millionen Euro um fast 140 000 Euro niedriger ausfallen als im Vorjahr. Gespart wird auch bei der Feuerwehr – mit deren Einverständnis, wie Rathauschef Staffler betonte.

Nach spürbaren Investitionen könne man in den kommenden Jahren auf größere variable Ausgaben verzichten. Gut 1,1 Millionen Euro steckt die Gemeinde heuer in den Ausbau der Bahnhofstraße samt neuer Wasserleitung und Oberflächenentwässerung. Im Vermögenshaushalt stehen außerdem die Planungskosten für das Einheimischenmodell Dorfanger, die Sanierung des Hallenbads und die mögliche Verlegung des Sportplatzes.

Lob kam aus dem Gemeinderat für die Finanzplanung, die die Kosten für jedes Projekt nachvollziehbar fortschreibt. „Zum ersten Mal haben wir einen Haushalt mit längerfristiger Perspektive“, lobte Dritte Bürgermeisterin Sabeeka Gangjee-Well (Grüne). Der Etat soll in der Sitzung am 24. Februar verabschiedet werden.

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