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Warnung des Landratsamts

Geflügelpest: Stallpflicht in Türkenfeld

Türkenfeld – Geflügel muss im Stall bleiben – das gilt nun auch für Haltungen im südöstlichen Teil der Gemeinde Türkenfeld. Das teilt das Landratsamt mit. Grund ist die Vogelgrippe.

Jeder Geflügelhalter muss die Tiere „in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung“ unterbringen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Fürstenfeldbruck. Diese Aufstallungspflicht betrifft ab sofort den südöstlichen Teil Türkenfelds mit den Ortsteilen Burgholz und Zankenhausen. Durch die Regelung soll verhindert werden, dass das Geflügel in Kontakt mit Wildvögeln kommt und sich so eventuell mit dem Virus ansteckt. 

Grund für die getroffenen Maßnahmen sei eine Seeschwalbe, die am 11. November in Breitbrunn gefunden wurde. Die Gemeinde, die am nordöstlichen Ufer des Ammersees liegt, gehört zum Landkreis Starnberg. Bei dem Tier hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) das Virus der Geflügelpest des Typs H5N8 nachgewiesen. 

In einem drei Kilometer großen Umkreis um den Ammersee gelte daher nun die Stallpflicht. Eingeschlossen ist auch der südöstliche Teil Türkenfelds. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, befinden sich in dem Bereich sechs Geflügelhalter mit rund 70 Tieren. Das Amt informiert die Halter über die Maßnahme. Außerdem heißt es: „In zeitlich kurzen Abständen wird das Risiko regelmäßig neu bewertet“.

Das Risiko, dass sich Hausgeflügel über Wildvögel mit der Geflügelpest ansteckt, werde vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als hoch eingeschätzt. Deswegen sei der Ammersee, der Sammel-, Rast- oder Brutort für zahlreiche Wasservögel ist, gerade in Zeiten des Vogelzugs ein Risikogebiet für die Einschleppung von Tierkrankheiten.

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