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Im Juni ist in Bergkirchen (Landkreis Dachau) eine Mitfahrerbank eingeweiht worden. Pfarrer Albert Hack segnete die Station für Fahrgemeinschaften. 

An der Duringstraße

Türkenfeld stellt Mitfahrer-Bank auf

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Ganz offiziell den Daumen raushalten können künftig Türkenfelder, wenn sie einen der Nachbarorte erreichen wollen. Einstimmig nahm der Gemeinderat die Idee der Dorfgemeinschaft (DG) auf, eine sogenannte Mitfahrerbank aufzustellen.

Türkenfeld– Neben einer roten Sitzbank wird ein Schild aufgestellt. Das Ganze sieht dann ähnlich aus wie eine Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs. Platziert wird die Mitfahrer-Station an der Duringstraße zwischen Gasthof und Mariensäule. Der ursprüngliche Plan, die Bank direkt an der Mariensäule aufzustellen, wurde einvernehmlich verworfen. Zum einen sei der Standort wegen der Kurvensituation unübersichtlich. Zudem müsse der Denkmalcharakter der Mariensäule gewahrt werden, hieß es.

Die Dorfgemeinschaft hatte sich bei ihrem Vorschlag an Beispiele in Bergkirchen (Landkreis Dachau) und Schondorf (Landkreis Landsberg) angelehnt, wo ähnliche Mitfahr-Stationen bereits eingeführt sind. Dort kann ein Interessent sein Anliegen, mitgenommen zu werden, durch den Aufenthalt an der roten Bank signalisieren.

Ob in Türkenfeld das Schild wie in Bergkirchen mit einem drehbaren Daumen versehen werden soll, der die gewünschte Richtung anzeigt, ist noch unklar. „Anhalter und Fahrer können das ja auch im persönlichen Kontakt klären“, sagte Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU), der die Mitfahrerbank „als gute Ergänzung des Nahverkehrs gerade im ländlichen Raum“ sieht. Einziger Nachteil: Wenn es am Zielort keine Mitfahrerbank gibt, muss sich der Anhalter eine andere Möglichkeit zur Rückfahrt organisieren.

Versicherungstechnisch ist die Gemeinde angehalten, den Bereich der Haltestelle sicher zu halten. Rund um die Uhr, gerade im Winter, werde das wohl nicht möglich sein, so Staffler. Da müsse wohl die Verkehrssicherheit an die Räumungszeiten des Winterdienstes angepasst werden. 

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