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Vor drei Jahren war die Fontäne in den Türkenfelder Dorfweiher eingesetzt worden. Jetzt hat der Gemeinderat den Hahn erst einmal zugedreht. 

Türkenfeld

Wegen Anwohnerbeschwerden: Fontäne im Dorfweiher wird abgedreht

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Am Dorfweiher sitzen und den Wasserspielen der Fontäne zuschauen – das können die Türkenfelder in diesem Sommer nicht. Da einige Anwohner nach wie vor mit dem Betrieb nicht einverstanden sind, wurde die Fontäne bis auf Weiteres stillgelegt.

Türkenfeld – Obwohl die Idee ursprünglich von Anwohnern des Dorfweihers stammte, stand das Thema von Anfang an unter keinem guten Stern. Und jetzt ist die Sache vorerst ganz vom Tisch.

Mit viel ehrenamtlichem Engagement war die Wasserspritz-Anlage vor drei Jahren in Eigenkonstruktion von einem örtlichen Mechanikermeister gebaut und mit weiteren Helfern im Weiher installiert worden. Scheinwerfer sollten die Wassersäule bei Dunkelheit beleuchten. Eine feierliche Einweihung war für Anfang August 2017 geplant. Doch schon die fiel – wetterbedingt – ins Wasser. Seitdem haben sich die Gewitterwolken über dem, was eine Aufwertung des Dorfweihers sein sollte, nie ganz verzogen.

Ein paar Anwohner befürchteten aufgrund der Vernebelung des hochgewirbelten Wassers Probleme für ihre Häuser und auch Gesundheitsgefahren. Das später eine Untersuchung dem Weiher-Wasser gute Qualität bescheinigte, konnte die Sorgen nicht zerstreuen. Auch, dass die Höhe der Wassersäule deutlich reduziert wurde, brachte keine Befriedung der Situation.

Versammlung mit den Anliegern

Zu Beginn der neuen Sitzungsperiode trafen sich nun Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) und der Gemeinderat mit den Weiher-Nachbarn zu einer Anliegerversammlung. Auch diese habe jedoch „keine echte Einigung“ gebracht, wie Staffler bedauert. Von vielen Anwohnern seien zwar positive Rückmeldungen sowie Wünsche in Bezug auf die Betriebszeiten gekommen, auf die die Gemeinde eingehen wollte. Doch einige können sich nach wie vor überhaupt nicht mit der Fontäne anfreunden. In nicht öffentlicher Sitzung habe der Gemeinderat daraufhin mit großer Mehrheit beschlossen, einen „vorübergehenden Schlussstrich“ zu ziehen und den Fontänen-Betrieb vorerst einzustellen, so Staffler. Damit sollen finanzielle, rechtliche und Haftungsrisiken für die Gemeinde ausgeschlossen werden.

Die Hoffnung ruht nun auf der Aufwertung des Weihers, die im Zuge der Dorferneuerung geplant ist. Das gesamte Areal soll umgestaltet werden, angedacht sind ein neues Wege- und Beleuchtungskonzept sowie die Schaffung von Aufenthaltsbereichen. Wenn hier die Planungen konkret werden, soll auch die Fontäne wieder Thema sein.

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