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Türkenfeld soll erblühen.

Türkenfeld

Zuschüsse für neue Pflanzen in den Gärten

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Wer mit Neuanpflanzungen zur Verschönerung des Türkenfelder Ortsbilds beitragen will, hat die Chance auf kostenlose Beratung und Zuschüsse für den Pflanzenkauf. Mitmachen kann jeder private Grundstückseigentümer im Gemeindegebiet.

Türkenfeld – Im Rahmen einer Teilnehmerversammlung im Linsenmannsaal berichtete Joachim Schmidt vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) über die Fördermöglichkeiten. Demnach werden Pflanzaktionen auf Privatflächen im Dorf mit 50 Prozent bezuschusst, in freier Flur sogar mit 100 Prozent.

Neue Bäume und Sträucher in Privatgärten müssen nicht unbedingt an der Straße stehen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. „Es muss lediglich einen Bezug zur Öffentlichkeit geben“, so Schmidt. Und der lasse sich großzügig definieren.

Ziel ist eine Bepflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern, Kletterpflanzen, Obst- und Ziergehölzen. Wer Interesse hat, kann bis zum 1. März einen Förderantrag ans ALE bei der Gemeinde abgeben. Bis zum 1. Juni werden dann vor Ort die Beratungen durchgeführt und anschließend die Pflanzen besorgt.

Die Bestellung und Auslieferung organisiert der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Möglich ist auch, dass Bürger gemeinsam öffentliche Flächen bepflanzen, die die Gemeinde zur Verfügung stellen würde. Bei Pflanzaktionen in der freien Landschaft können Streuobstwiesen und Feldhecken angelegt, Uferbereiche und Gewässerränder bepflanzt werden. Durch die gemeinsame Aktivität möglichst vieler Freiwilliger solle auch das Miteinander im Dorf gestärkt werden, wie Schmidt sagte.

Die Höhe der Fördersätze

Fördermöglichkeiten für bauliche Maßnahmen gibt es im Rahmen der Dorfentwicklung ebenfalls, allerdings nur für Gebäude, die älter sind als 25 Jahre. Zuschüsse werden zum Beispiel für Dachsanierungen, Fassadenrenovierungen mit energetischen Verbesserungen oder auch den Austausch von Fenstern und Türen gezahlt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Baumaßnahme „dorfgerecht“ ist, nicht dem reinen Gebäudeunterhalt dient, mindestens 5000 Euro kostet und keine ortsuntypischen Materialien verwendet werden.

Die Höhe der Fördersätze bezifferte Luciana Pavoni, ALE-Vertreterin und Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, auf 15 bis 20 Prozent. Höhere Sätze werden für kulturhistorisch besonders wertvolle Gebäude gezahlt. Auch hier gilt: Bevor man ans Werk geht, soll eine Beratung stattfinden. Im Rahmen der Dorfentwicklung sind drei Stunden Beratung durch Planer Otto Kurz für Hausbesitzer kostenlos. Anschließend können die Zuschussanträge gestellt werden. Die Förderzusage kommt allerdings erst nach Abschluss der Maßnahme.

Laut Pavoni sind im ALE bisher erst etwa zehn Anträge eingegangen – offenbar, weil die Fördermöglichkeiten sich noch nicht ausreichend herumgesprochen haben. Unschlüssige Hausbesitzer haben noch Zeit zum Überlegen. „Anträge kann man stellen, so lange die Dorferneuerung läuft“, so Pavoni.

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