60 Buden mit Kunsthandwerk und 15 Stände mit Essen sind heuer geboten.

Sechs Tage Markttreiben 

Wenn der Steingassenberg leuchtet, dann ist Bergweihnacht

Türkenfeld – In der Ecke stapeln sich schon die Strohballen. Eine dicke Schicht Rindenmulch auf dem Boden dämpft die Schritte. Urige Holzzäune trennen die Bereiche ab, in denen bald Lamas, Zwergschafe und vielleicht sogar ein Kamel stehen werden. Dieses alte Stallgebäude liegt etwas abseits von den Verkaufsbuden und der Festhalle. Hier sollen die Besucher der Bergweihnacht einen „entschleunigten Bereich“ vorfinden.

Ab und zu wurde Veranstalter Robert Müller in den vergangenen Jahren vorgehalten, der beliebte Weihnachtsmarkt auf dem Steingassenberg sei „zu dicht“ geworden. Prompt ließ sich der rührige Wildzüchter den stillen Stadl einfallen, für all diejenigen, die sich dem Trubel für ein Weilchen entziehen möchten. Auch ein paar alte Handwerkskünste wie Drechseln und Spinnen werden hier zu sehen sein.

Der Stadl ist Teil eines Rundweges, der unter anderem zu einem Skulpturengarten, einem beleuchteten Teich und einer Aussichtsplattform führt. Hier, am laut Müller höchsten Punkt des Landkreises, werden Vertreter der Astro-Gilde Fürstenfeldbruck & Gilching am ersten Bergweihnachts-Samstag und -Sonntag ein Teleskop aufbauen und Besucher in den Himmel schauen lassen.

Im Feststadl gibt es erstmals eine Tuba-Matinee.

Ein paar Schritte weiter und man ist wieder mittendrin im Marktgetriebe. 60 Buden mit Kunsthandwerk und 15 Stände mit Essen und Trinken umfasst die Bergweihnacht heuer. Im Feststadl läuft ein Musik- und Showprogramm mit verschiedenen Formationen aus der Region und darüber hinaus. Besonderheit diesmal ist eine Tuba-Matinee mit dem bayerischen Musiker und Kabarettisten Andreas Martin Hofmeir am 11. Dezember. Hierzu hat Müller alle Tubisten und Tenorhornisten in Südbayern eingeladen. Sie haben eine halbe Stunde Zeit, um mit Hofmeir zwei Weihnachtslieder einzustudieren und sie im Anschluss an die Matinee gemeinsam zu Gehör zu bringen.

Müller hat bereits das Guinness-Buch gewälzt und festgestellt, dass der Rekord in Sachen Tuba-Chor bei 504 Mitspielern liegt. „So viele werden es wohl nicht werden“, vermutet der Bergweihnachts-Chef. „Aber eine stattliche Zahl bringen wir schon zusammen.“  (os)

Öffnungszeiten

Die Bergweihnacht findet am zweiten und dritten Adventswochenende jeweils von Freitag bis Sonntag statt (2./9. Dezember 17 bis 23.30 Uhr, 3./10. Dezember 14.30 bis 23.30 Uhr, 4. Dezember 11.30 bis 19 Uhr, 11. Dezember 10 bis 19 Uhr). Der Eintritt kostet fünf Euro, Kinder bis 16 Jahre frei. Der Eintritt zur Tuba-Matinee (mit Eintritt Festgelände) kostet 15 Euro. Weitere Programminformationen finden sich auf www.bergfestival.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Abgelenkt und angetrunken in Alleebaum gekracht
Im Auto saß auch ein eineinhalbjähriges Kind, als eine angetrunkene Autofahrerin (27) in einen Alleebaum krachte. Der BMW hat Totalschaden, doch alle drei Insassen …
Abgelenkt und angetrunken in Alleebaum gekracht
Passantin verhindert Garagenbrand
Einer Passantin ist es zu verdanken, dass sich ein Schwelbrand in einer Garage an der Mühlstraße in Egenhofen nicht zu einem Feuer ausweitete.
Passantin verhindert Garagenbrand
Mehr Open-Air-Konzerte bei Musiknacht
Zwei neue Bands, ein neuer Veranstaltungsort und mehr Open-Air-Konzerte: Die Besucher der 13. Gröbenzeller Musiknacht am Samstag, 1. Juli, dürfen sich auf die eine oder …
Mehr Open-Air-Konzerte bei Musiknacht
Ein Dorf als Zentrum der Europa-Bewegung
Europa braucht wieder mehr Stabilität. Das sagt Carsten Witt (76), Gründer des Projekts „Go Europe!“, angesichts erstarkender Rechtspopulisten. Der 76-jährige …
Ein Dorf als Zentrum der Europa-Bewegung

Kommentare