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Dorfentwicklung

Wie sich Türkenfeld verändern will

Die Dorfentwicklung Türkenfeld ist einen Schritt weitergekommen. In den Ausbau der Bahnhofstraße soll auch der Bereich des Dorfweihers einbezogen werden.

TürkenfeldDiesen Beschluss fasste jetzt die Teilnehmergemeinschaft der Dorfentwicklung. In der Sitzung der Gemeinschaft ging es zudem um Gehwege, Parkplätze und die Straßenführung. Die Kurve nahe der Einmündung in die Moorenweiser Straße soll nach den Worten von Planer Otto Kurz etwas enger gestaltet werden. Dies würde zu einer – gewünschten – Verlangsamung des Verkehrs führen. Die Straßenbreite soll 5,50 Meter betragen, an der Einmündung jedoch auf 7,20 Meter aufgeweitet werden, um auch für größere Fahrzeuge ausreichend Platz zu bieten.

Auf der Höhe des Linsenmannhauses soll eine Querung entstehen, die Parkplätze unmittelbar vor dem Gebäude würden entfallen. Der gepflasterte Bereich vor dem Bioladen werde dadurch größer, erklärte Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU). „Wir würden den Platzcharakter vor dem Laden deutlicher betonen.“ Das Gesamtbild würde davon profitieren.

Dem in diesem Gebiet großen Parkplatzbedarf wird an anderer Stelle Rechnung getragen – gegenüber dem Gasthof Drexl und möglicherweise auch auf dem Gelände des Pfarrhofs. Hier könnten Stellplätze für Kirchenbesucher entstehen, so Staffler.

Erste Gespräche mit der Pfarrei seien positiv verlaufen, bestätigte Luciana Pavoni vom Amt für Ländliche Entwicklung. Außerdem sollen vor dem Friedhof drei Längsparkplätze angelegt werden. Im weiteren Verlauf könnte auf der Nordseite der Bahnhofstraße Richtung Weiher entweder ein Mehrzweckstreifen oder ein reiner Gehweg entstehen.

In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob die Neugestaltung des Weihers in die vorliegende Planung einbezogen werden oder – wie ursprünglich gedacht – eine separate Maßnahme sein soll. Die Teilnehmergemeinschaft war übereinstimmend der Meinung, dass die Planung auf den Weiher ausgedehnt werden solle. Bevor weiter diskutiert wird, wollen sich die Mitglieder zu einem Ortstermin treffen.

Außerem werden Gespräche mit den Anliegern stattfinden, denn von ihnen wird Grund für den Mehrzweckstreifen beziehungsweise Gehweg gebraucht. Einigen der im Zuschauerraum recht zahlreich vertretenen Anwohner kam der Gehweg mit 1,80 Meter ausgesprochen breit vor. Planer Kurz erklärte, dies sei seit einigen Jahren die Mindestanforderung, um staatliche Zuschüsse zu erhalten. Dahinter stünden gesellschaftspolitische ebenso wie finanzielle Überlegungen. Ausreichend breite Gehwege seien für Menschen mit Gehhilfen eine Voraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Wenn ältere Menschen diese Möglichkeit nicht haben und sich zurückziehen, wirke sich dies äußerst negativ auf den Verlauf bestimmter Krankheiten wie Demenz aus, was dann Pflegekosten in die Höhe treibe. (os)

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