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3. Bundesliga

TuS-Handballer fünf Sekunden vor Schluss gerettet

Fürstenfeldbruck – Fünf Sekunden vor dem Abpfiff bewahrte TuS-Handballer Marcus Hoffmann mit dem 25:25-Ausgleichstreffer gegen Auerbach vor einer zweiten bayerischen Pleite innerhalb von acht Tagen.

Dadurch bleibt das Team von Martin Wild vor Bieberau-Modau auf Rang zwei in der 3. Bundesliga. Kommenden Samstag wird es brisant: Der Dritte (Bieberau-Modau) spielt gegen den Vierten (Elbflorenz), zeitgleich erwarten die Brucker den Klassenprimus Hüttenberg in der Wittelsbacher Halle zum Showdown.

Wie von Manager Alex Raff befürchtet, musste TuS-Torjäger Sebastian Meinzer wegen Rückenbeschwerden passen. Doch das war nicht die einzige Hiobsbotschaft. Nach fünf Minuten wurde Kapitän Tobias Prestele wegen eines Fouls vom Bayern-Derby disqualifiziert. Damit fehlten Trainer Wild mit Meinzer und Prestele, zudem mit Maximilian Lentner (Muskelfaserriss) und Korbinian Hartz (Reha) vier Leistungsträger.

Während Wild sein Team zu einer verschworenen Einheit geformt hat, die personelle Rückschläge aus dem Talentschuppen auffangen kann, wird der TuS für den jeweiligen Gegner immer unberechenbarer. „Jede Mannschaft hat zwei, drei Spieler die herausstechen“, sagt Raff. Wer aber gegen den TuS spiele, könne sich nie sicher sein, wo er den Hebel ansetzen muss.

Das 40-minütige Auftreten des TuS untermauert diese These. Diesmal übernahm Korbinian Lex eine federführende Position. Offensichtlich stand er nicht auf dem Zettel des Auerbacher Spielertrainers Tobias Wannenmacher. Lex, der in die Torjägerrolle Meinzers schlüpfte und sieben seiner insgesamt zehn Treffer in diesem Zeitfenster warf, ist die Entdeckung der Saison beim TuS. Sein krankheitsbedingter Ausfall in der Vorwoche war für viele Experten der Hauptgrund der Brucker Pleite gegen Kirchzell.

Bis zur 40. Minute hatte der TuS alles im Griff, führte bereits mit 17:12, ehe die Partie zugunsten der Oberpfälzer kippte. Eine zehnminütige Torflaute reichte, dann war Auerbach wieder im Spiel. Der Gastgeber münzte den 12:17-Rückstand in eine 19:17-Führung um. Ein Fall für Lex: Er nahm die Sache selbst in die Hand, der TuS fand wieder Anschluss – bis zum 25:25 fünf Sekunden vor Schluss.

von Udo Litterscheid

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