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„Alle Politik ist Frauenpolitik“ , sagt Ulrike Scharf (M.) mit der stellvertretenden Landrätin Martina Drechsler (l.) und der FU-Kreisvorsitzende Katharina Plabst.

Frauen-Union 

Umweltministerin: Ehe für alle wird ein juristisches Thema werden

Die Ehe für alle war Thema bei der Versammlung der Frauen-Union in Emmering. Ulrike Scharf wurde zu dritten Mal in Folge zur Vorsitzenden gewählt.

Landkreis – Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf steht auch in den nächsten vier Jahren an der Spitze der Frauen-Union (FU) in Oberbayern, der mit rund 6700 Frauen in 22 Kreis- und 152 Ortsverbänden größten Arbeitsgruppe der oberbayerischen CSU. Rund 150 Delegierte schenkten der Staatsministerin im Emmeringer Bürgerhaus zum dritten Mal ihr Vertrauen.

Ulrike Scharf: „Alle Politik ist auch Frauenpolitik.“

Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl sprach Scharf bei einem Blick in die Runde – darunter Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner oder Bundestagskandidatin Katrin Staffler – von geballter Frauenpower. „Alle Politik ist auch Frauenpolitik“, meinte sie. „Wir sind präsent und jede von Ihnen ist ein wichtiges Bindeglied in unserer politischen Familie.“ Gerade für Frauen sei es wichtig, ein dichtes Netz an Kontakten und Informationen zu haben, um sich dauerhaft in die Politik einzubringen. Die oberbayerischen Frauen seien auf der Landesebene gut vertreten.

In ihrem Jahresbericht ging Scharf auf die Ehe für alle ein. Sie sagte, die Ehe von Mann und Frau stehe zu Recht unter einem besonderen Schutz, wenngleich aber auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften Respekt und Anerkennung verdienen, sagte sie. „Ich gehe aber davon aus, dass es ein juristisches Thema werden wird.“ Für sie persönlich sei die Ehe eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau, aus der neues Leben erwächst.

Acht Frauen haben ihren eigenen Wahlkreis in Oberbayern 

Als historisch bezeichnete Scharf die Berufung von Mechthilde Wittmann als erste Frau im Landtag, die einen Untersuchungsausschuss leitet. „Das hat es bisher in Bayern noch nicht gegeben.“ Für die Bundestagswahlen sei man gut aufgestellt, meinte Scharf, auch wenn es bei politischen Mandaten noch Luft nach oben gebe. „Das ist trotz Quote unbestritten.“

Acht Frauen haben ihren eigenen Wahlkreis, sieben davon sind bereits im Bundestag, die achte, Katrin Staffler, die die Nachfolge im Wahlkreis von Gerda Hasselfeldt antreten wird, soll es im September auch schaffen, hofft die Ministerin.

Ende Juli werde der „Bayernplan“, die ganz „individuelle Handschrift für Bayern“ im Hinblick auf die Bundestagswahlen verabschiedet, um eine Grundlage bei den öffentlichen Diskussionen zur Hand zu haben, kündigte Scharf an.

Daneben sprach sie über Asylpolitik, die ohne das ehrenamtliche Engagement nicht zu bewältigen gewesen wäre, und über den Klimaschutz sowie Vorhaben, den Solidaritätsbeitrag schrittweise bis 2020 abzuschaffen.

Der Vorstand der Frauen-Union in Oberbayern

Ulrike Scharfs vier Stellvertreterinnen, die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die Landtagsabgeordnete Ute Eilig-Hütig sowie Susanne Linhart und Ilse Preisinger-Sontag sind ebenso in ihren Ämtern bestätigt worden wie Schatzmeisterin Gisela Neumayr und Schriftführerin Konstanze Thiele. Lediglich Corinna Böller als weitere Schriftführerin wurde neu ins Gremium gewählt für die nicht mehr sich zur Wahl stehende Heike Maas.

von Dieter Metzler

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