Glosse

Ungeduldige Parteikleber und Plakat-Schmierfinken

Eigentlich heißt es ja: Wer zu spät kommt, den straft das Leben. Weshalb sich die CSU-Parteikollegen von Brucks OB-Kandidat Erich Raff wohl dazu entschlossen haben, ihre Plakatierungswelle für die Bürgermeisterwahl am 7. Mai früher zu starten als erlaubt.

Fürstenfeldbruck - Die politische Konkurrenz hat die Aktion an der bereits aufgestellten Wahlwand in der Hauptstraße jedenfalls gleich entdeckt und angeprangert. Denn offiziell, so die Version der Ankläger, sei das OB-Plakatieren erst ab Samstag erlaubt, was in Facebook-Gruppen gleich wieder heftige Diskussionen ausgelöst hat. Freilich: Raff selbst konnte wenig dafür, er war noch im Urlaub.

Die Plakatwand am Freitag.  
Mittlerweile wurden einige Plakate beschmiert.

Mittlerweile ist er zurück. Erwartet wurde er von einer weniger schönen Überraschung: Einige der Plakate, nicht nur am Hauptplatz, haben Schmierfinken bereits verschandelt. Die Unbekannten statteten Raff beispielsweise mit Zahnlücken, Zigarette im Mund und Augenklappe aus. 

Der OB-Kandidat nimmt es aber gelassen. „Das passiert immer mal“, sagte er am Sonntagvormittag auf Tagblatt-Nachfrage. „Das kenne ich von der letzten Wahl. Mein Team wird die Plakate neu kleben.“ Warum seine Partei-Kollegen sein Konterfei zu früh aufgehängt hatten, weiß Raff nicht. „Das muss ich noch klären.“

lo/vu

 

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