Unteroffizier-Vereinigung vor dem Aus

Fürstenfeldbruck - Die Unteroffizier-Vereinigung löst sich auf. Grund sind personelle Probleme im Unteroffizierheim.

Zwar gab es die Überlegung, mit der Offizierheimgesellschaft zusammen zu gehen. Doch inzwischen ist das Thema vom Tisch. Während die Unteroffiziere die Auflösung vollziehen, blicken die Offiziere in eine ruhigere Zukunft.

Das Problem der Unteroffizierheimgesellschaft (UHG): Durch die Wehrreform ging dem Unteroffizierheim das Personal aus. Die Bundewehr konnte keine Köche und Ordonanzen zur Verfügung stellen. Mit Fremdpersonal wäre das Heim nicht wirtschaftlich zu betreiben. Und ohne den Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten hat auch die Gesellschaft keine Zukunft.

Eine Option wäre es gewesen, sich mit den Offizieren zusammen zu tun. Gespräche gab es, bestätigt Peter Paul Bauer, stellvertretender Vorsitzender der OHG. „Wir wollten einen gemeinsamen Wirtschaftsbetrieb gründen.“ Jede Seite hätte die Hälfte an Kapital einzahlen sollen - als gleichberechtigte Partner. Doch zur Klärung von Detailfragen kam es gar nicht mehr. „Der Vorstand der Unteroffizierheimgesellschaft hat den Mitgliedern die Auflösung empfohlen“, sagt Bauer. „Wir kamen nicht auf einen gemeinsamen Nenner“, sagt Felix Hirt, letzter Vorsitzender der Unteroffizierheimgesellschaft dem Tagblatt. Weiter wollte er sich zu dem Thema nicht äußern.

Damit bleiben die Offiziere alleiniger Betreiber des Heims. Und das auf lange Sicht. „Wir haben weder finanzielle noch personelle Probleme“, sagt der Vorsitzende Dirk Egger. Um die zehn Mitglieder arbeiten im Wirtschaftsbetrieb - auf freiwilliger Basis. Die Zukunft sei bis zum Tag x gesichert, betont Bauer. Wann dieser Tag kommt und Fursty geschlossen wird, ist aber noch offen. Fest steht für Bauer: „So lange es die Offizierschule der Luftwaffe gibt, so lange wird es die Betreuungseinrichtung geben.“ Dann werde bei der Auflösung eine fünfstellige Summe fließen.

Ob die Unteroffiziere trotzdem in die Offizierheimgesellschaft wechseln können, ist laut Hirt noch offen. Das müsse der Dienstherr entscheiden. Ansonsten sind sie laut Bauer auf das Mannschaftsheim als Betreuungseinrichtung angewiesen. (imu)

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