In Gröbenzell

Unterschriften gegen Flüchtlingsheime

Gröbenzell -  Gegen die geplanten Flüchtlingsunterkünfte in Gröbenzell formiert sich Protest – von den Anwohnern. Sie fürchten um ihre Sicherheit und haben nun Unterschriften gesammelt.

Unterschriften wurden von den Anwohnern der geplanten Unterkunft an der Kreuzung Augsburger-/Zweigstraße und der mal im Gespräch gewesenen auf dem Züblingelände gesammelt. Erstere wünschen sich eine dezentrale Unterbringung, letztere haben Bedenken wegen ihrer Sicherheit.

Die Anwohner des Züblingeländes, wo rund 40 Familien leben, haben eine Unterschriftenliste im Rathaus abgegeben. Durch die Asylbewerber-Ströme, „die zu einer kontinuierlichen unkontrollierten Zuwanderung von Flüchtlingen weitgehend unbekannter Identität geführt haben“, sehen sie die Unterbringung von Asylsuchenden in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft als eine enorme Gefährdung ihrer Sicherheit an. Ihre Furcht begründen sie mit dem „von den männlichen Flüchtlingen ausgehenden Gewaltpotenzial“. Ins Feld führen sie auch mögliche Übergriffe auf Frauen. Durch direkt angrenzende Felder und den Lärmschutzwall in Richtung Lena-Christ-Straße entstehe eine unüberschaubare Sicherheitslage.

Zumutung für die Anwohner

Die Liste, die die Anwohner der Augsburger- und Zweigstraße verfasst haben, haben 65 Personen unterzeichnet. Sie wünschen sich eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge, am liebsten im Gewerbegebiet. Auf dem 1800 Quadratmeter großen gemeindlichen Grundstück an der Zweigstraße Container oder Bauten in Leichtbauweise aufzustellen, würde das Ortsbild erheblich stören. Es wäre eine Zumutung für die Anwohner, schreibt ein Anwohner der Augsburger Straße an Bürgermeister Martin Schäfer. Gleichzeitig macht er sich Sorgen um die Flüchtlinge, denn Einkaufsmöglichkeiten seien kaum vorhanden. Ein Gewerbetreibender fürchtet um „das Fortbestehen unserer Repräsentanz“. Doch er hat auch Bedenken, „Flüchtlingsfamilien mit Kindern an der stark befahrenen Augsburger Straße unterzubringen

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