In Bruck

Unterstützung für junge Unternehmer

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Fürstenfeldbruck – Es gibt sie in Bruck, die jungen Unternehmer. Und die sollen auch bleiben. Deshalb haben zwei Stadträte nun den Antrag gestellt, ein Gründerzentrum zu eröffnen. Doch das gestaltet sich nicht ganz einfach.

 „Die Stadt ist wie gemacht für ein Gründerzentrum“, sagt Wirtschaftsreferent Philipp Heimerl (26, SPD). Denn in Bruck gebe es viele gut ausgebildete junge Leute mit noch besseren Ideen. Außerdem liegt die Große Kreisstadt im Einzugsgebiet der Universitäts-Städte Augsburg und München.

„Unser Gedanke ist, dass Existenzgründer ein Gebäude bekommen, in dem sie günstig Räume nutzen können“, erklärt Heimerl. Zusammen mit ihm hat Jugendreferent Florian Weber (29, BBV) den Antrag gestellt. Bei ihrer Vision stützen sich die beiden auf ähnliche Einrichtungen in vergleichbaren Städten wie Straubing (44 000 Einwohner), Memmingen (41 000) oder Landshut (63 000). Konkret sind die Pläne aber noch nicht. „Welche Art von Räumen dort günstig vermietet werden sollen, müssen wir aber noch sehen“, erklärt Heimerl.

Das käme ganz auf die Nachfrage an. Beispielsweise könne man Werkräume bieten für Unternehmer, deren Produkt noch in der Entwicklungsphase ist. Aber auch Büros sind angedacht. „Falls die jungen Unternehmer einen günstigen Platz brauchen, um etwa einen potenziellen Geschäftspartner in Empfang zu nehmen“, sagt der Wirtschaftsreferent.

Doch Räume müsste es in Bruck erstmal geben. Die Stadt hat weder viele Flächen, die man bebauen könnte. Noch eigene Häuser. Stadtbaurat Martin Kornacher hatte deshalb vorgeschlagen, dass das Gründerzentrum im BayWa-Turm an der Hubertusstraße unterkommen könnte. Die Firma hatte kürzlich Interesse angemeldet, ihr Grundstück in der Stadt zu verlassen – wenn das Rathaus dem Unternehmen eine Alternative bieten könne. Doch auch da tut sich die Stadt schwer.

Als „allenfalls mittelfristig“ realistisch wird die Möglichkeit eingestuft, das Gründerzentrum im Bereich der Lände zu errichten, nachdem Stadtwerke und Bauhof umgezogen sind. Klar ist auch: Wirtschaftsförderin Aliki Bornheim wird die Aufgabe, ein solches Zentrum zu gründen und zu führen, nicht alleine stemmen.

Markus Droth (CSU) weist darauf hin, dass sich die jungen Existenzgründer auch vernetzen müssen. Zusätzlich meint er: „Es muss auf alle Fälle Mentoren geben.“ Dass in der Stadt natürlich schon Angebote bestehen, wie etwa die Beratung der Industrie- und Handelskammer (IHK), ist den Antragstellern durchaus bewusst: „Diese und das Gründerzentrum müssen sich ergänzen“, sagen die beiden. Dass die Idee am Ende bei den Stadträten in der jüngsten Sitzung im Rathaus auf Gegenliebe stieß, lässt sich am Abstimmungsergebnis erkennen. Der Antrag wurde durch alle Fraktionen hinweg angenommen.

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