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Siegerpose vor dem Siegestor in München: Textilunternehmer Norbert Metzen liefert Schals für den Wahlkampf von Hillary Clinton. Und drückt kräftig die Daumen.

mittelstand im Blickpunkt

Dieser Germeringer hilft Hillary bei Wahlkampf

Germering - Norbert Metzen drückt Hillary Clinton die Daumen. Freilich nicht allein aus politischen Gründen. Der 56-jährige Germeringer unterstützt Clinton im Wahlkampf auf besondere Art und Weise.

Wie es dazu kam? Er traf vor acht Jahren zufällig Bill Clinton. Und das wiederum kam so: „Mein Cousin Jim war zu dieser Zeit Präsident des Senates in Minnesota und lud mich während einer USA-Reise auf eine Gartenparty ein“, berichtet Metzen von der großen Begegnung. 

Unter den Gästen: Bill Clinton, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. „Als Deutscher war ich ein Exot und kam mit vielen Gästen ins Gespräch“, erzählt Metzen. So auch mit Clinton, dem er von seiner Textil-Firma in Germering erzählte. Der fand offenbar Gefallen an dem Deutschen und seiner Arbeit. Und dachte gleich an den Nominierungswahlkampf, den seine Frau Hillary damals gegen Barack Obama führte.

Man tauschte Visitenkarten

Man tauschte Visitenkarten aus – und Metzen fuhr wieder heim nach Bayern. Dort ließen ihn aber die Clintons nicht los. Er tüftelte an einem Teddybären mit Stoffshirt und der Aufschrift „Hillary for President“ und schickte den Entwurf an das Wahlkampfteam in den USA. „Die waren sofort von der Idee begeistert“, so der 56-Jährige. Ein paar Wochen später war ein Container voller Wahlkampf-Teddybären unterwegs in die USA. Viele weitere folgten. Der Auftrag seines Lebens.

Der gebürtige Aachener kam vor 30 Jahren nach München und importierte anfangs Fan-Schals englischer Fußballclubs, um diese wieder zu verkaufen. So entwickelte sich im Lauf der Zeit ein kleines Unternehmen, das vorwiegend mit Trikots und Fan-Artikeln handelte. Bis 1999 wurde sogar vor Ort in Germering produziert. Dann jedoch wurde die Fertigung aus Kostengründen in die Slowakei verlagert, wo 30 Mitarbeiter für Metzen arbeiten.

Textilunternehmer vertraut Metzen

Und dort laufen seit vielen Wochen die Maschinen heiß. Denn Metzen hat wieder einen US-Auftrag ergattert. Pünktlich zum zweiten Nominierungswahlkampf meldete sich der Textilunternehmer wieder beim Wahlkampfteam in den USA. Auch wenn Hillary die Teddybären beim letzten Mal nicht hatten helfen können, vertraute man wieder dem Mann aus Germany, der diesmal einen weiß-blau-roten Schal mit der Aufschrift „Hillary Clinton – Madame President“ anbot.

Weil die heiße Phase des US-Wahlkampfs traditionell in die kalte Jahreszeit fällt, kam auch dieser Vorschlag an. Seit Monaten werden diese Schals auf den Wahlkampfveranstaltungen im ganzen Land verteilt, berichtet Metzen. Er bedauert, dass es in Deutschland „leider kein ernst zu nehmendes Kandidaten-Marketing gibt“. Umso stolzer wäre er, wenn seine Schals helfen würden, wenn Hillary Clinton am 8. November tatsächlich als „Madame President“ gewählt würde.

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Benedikt M. Fischer

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