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Zu der Einweihung kam auch OB Andreas Haas (l.), der sich angeregt mit den afghanischen Flüchtlingen Najib und Maruf unterhielt (r.). Sie lernen im Verein Mukule fleißig Deutsch. Siegfried Schomburg (M.) vom Helferkreis Asyl am Starnberger Weg klinkte sich in die Diskussion ein.

Mukule jetzt in der Goethestrasse

Integrations-Verein hat neue Heimat

Germering - Anfang Januar hat der Verein Mukule sein neues Domizil bezogen. In der Goethestraße 8 stehen insbesondere für Sprachkurse zwei Räume zur Verfügung. Die ersten lernen dort schon Deutsch.

Schon im Jahr 2007 hat sich der Verein Mukule (Multikulturelles Leben und Lernen) gegründet. An der Kirchenschule und in verschiedenen anderen Einrichtungen bieten die Helfer unter anderem Integrationskurse an. Auch bei zahlreichen Veranstaltungen mischt Mukule seit Jahren mit und vermittelt. Die Helfer besuchen beispielsweise gemeinsam mit Migranten die Stadtbibliothek, bereiten ein gemeinsames Osterfrühstück zu oder bringen sich in der Zukunftswerkstatt mit ein.

Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des Vereins Mukule an der Goethestraße schenkten die fleißigen Helferinnen schwarzen Tee aus. Auch Gebäck hatten sie vorbereitet.

Nun ist der Verein in die Goethestraße gezogen. In den neuen Räumen wird derzeit ein Deutschkurs für Flüchtlinge angeboten, der sich regen Zuspruchs erfreut. Maruf und Najib aus Afghanistan lernen hier Deutsch – sie wollen sich für den Arbeitsmarkt fit machen. „Ich bin seit 2012 anerkannt, lebe aber immer noch in der Unterkunft am Starnberger Weg“, erzählt Maruf. Sein Traum: In Deutschland ein Handwerk erlernen.

Derzeit sind die Zimmer an der Goethestraße an drei Nachmittagen besetzt. Sprachkurse finden an vier Wochentagen (außer montags) statt. „Wir möchten unser Angebot gerne ausweiten und insbesondere bei Asylbewerbern aus Syrien, Eritrea, dem Iran und Irak mit unseren Deutschkursen quasi in Vorleistung gehen“, sagt Vorsitzende Silke Kögler. Denn diese Zuwanderer hätten gute Chancen, anerkannt zu werden. Wenn sie schon vor dem bürokratischen Bescheid die Landessprache gelernt haben, kommt ihnen das zugute.

OB zeigt sich beeindruckt

Vor der neuen Heimat (v.l.): Integrationsbeauftragter Manuel Leupold, Mukule-Vorsitzende Silke Kögler und Stellvertreterin Ewa Lobozek.

Das Konzept unterstützt auch OB Andreas Haas. Er war zusammen mit beiden Stellvertretern Wolfgang Andre (CSU) und Helmut Ankenbrand (SPD) gekommen, um einen Blick in die Räume zu werfen, die nur einen Steinwurf von deren Amtsstuben entfernt sind. „Wir sind ganz überrascht, was der Verein hier gestemmt hat“, meinte Haas. Im November vergangenen Jahres stimmte der Stadtrat einem Zuschuss zur Kinderbetreuung in Höhe von 12 000 Euro zu, nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge diese Förderung gestrichen hatte. Hintergrund: Mütter würden ansonsten das Angebot nicht mehr wahrnehmen.

„Die deutsche Sprache zu erlernen, ist ein Schlüssel zur Integration. Viele Grundlagen werden in den Einrichtungen, ob am Starnberger Weg, im Altenheim Don Bosco oder in der Notunterkunft im Max Born-Gymnasium ehrenamtlich vermittelt“, so der OB.

Und wie sieht der Plan für die Zukunft aus? „Wir möchten, dass unser neues Haus ausgelastet ist und unser Kursangebot bestenfalls erweitern“, sagt Kögler. Neben Deutschunterricht sollen hier künftig politisches Wissen und Werte vermittelt werden.

Angi Kiener

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