Vereinsheim stört Nachbarn

Geltendorf - Die Nutzer des Vereinsheims in Hausen haben mit einem Nachbarn immer wieder Ärger wegen Lärm. Jetzt wollen sie deshalb einen Raucherraum einrichten, doch der Gemeinderat lehnte ab.

Das Gremium lehnte den Antrag auf den Raucherraum im Keller der Alten Schule bereits zum zweiten Mal ab. Das Zimmer müsse vom restlichen Gebäude so getrennt sein, dass kein Luftaustausch bestehe, hieß es im Sachvortrag. Dazu müssten laut Geschäftsleiter Florian Hänle eine zusätzliche Tür und eine Lüftung eingebaut werden. „Das kostet Minimum 3000 Euro plus Wartung.“ Sowohl die Verwaltung als auch der Bauausschuss rieten von der Maßnahme ab.

Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) berichtete, dass die betroffenen Vereine - Schützen und Burschen sowie die Dorfmusikanten - schon einiges unternommen hätten, um möglichst wenig Lärm zu verursachen. So habe man auf der Parkfläche Rasengittersteine verlegt, da sich der Nachbar über das Knirschen der Autoreifen auf dem Kies beklagt habe. Auch würden die Nutzer mittlerweile durch die Hintertür kommen und gehen. „Nur der Letzte, der absperrt, geht vorne raus.“

Zwischen den Beteiligten hätten schon diverse Gespräche stattgefunden, rechtsanwaltliche Schreiben gingen hin und her, zuletzt traf man sich im Landratsamt Landsberg zu einer Besprechung, um Kompromisse zu suchen - ohne Erfolg. „Ich weiß nicht, was wir noch machen sollen“, so Lehmann.

„Wir werden mit dem Nachbarn irgendwann vor Gericht landen“, prophezeite Christian Scheifele (CSU). Er sprach sich dafür aus, den Raucherraum zunächst probeweise für ein Jahr einzurichten. Dann könne man später vor Gericht nachweisen, dass man wirklich alles versucht habe. Außerdem solle man nicht „die Ehrlichkeit der Vereine bestrafen“. Würde heimlich im Keller geraucht, hätte es die Gemeinde nie mitbekommen, meinte Scheifele. Die Ratsmehrheit sah das anders. Auch ohne Raucherraum, fand Thomas Hellmann (SPD), könne man auf ein mögliches Gerichtsverfahren „ganz gelassen warten“.

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