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Schöngeising muss sparsam wirtschaften - da zählt jeder Euro.

Erwarteter Zuschuss fällt geringer aus

Verrechnet: Schöngeising geht das Geld aus

Schöngeising - Böse Überraschung: Der staatliche Zuschuss für die Kinderhauserweiterung fällt viel geringer aus. Jetzt wird es finanziell eng.

Laut Kämmerin Jasmin Hofmann beträgt der Zuschuss maximal 145.000 Euro. In der Konsequenz könnte die Gemeinde 2019 in die Verschuldung rutschen, wenn sie nicht mittelfristig Abstriche macht. Das wurde in den Haushaltsvorberatungen im Finanzausschuss deutlich.

Bis dato war man davon ausgegangen, dass es für den 1,9 Millionen Euro teuren Kinderhausanbau eine Förderung von 40 Prozent gibt. Doch das rund 20 Jahre alte Gebäude ist bereits zweimal bezuschusst worden – als es 1993 neu gebaut und dann 2009 um zwölf Krippenplätze erweitert wurde. „Jetzt wird nur noch eine Restfläche gefördert“, erklärte Bürgermeister Thomas Totzauer (FW). Sprich, es gibt zwar Geld für die Schaffung der neuen Krippenplätze, nicht aber für die Verbesserungen am Gebäude.

Hofmann führte dem Ausschuss vor Augen, wie es nun weitergehen könnte. Hält die Gemeinde an allen geplanten Projekten fest, wären 2019 die Rücklagen aufgebraucht. Dann stünde eine Kreditaufnahme von 175.000 Euro an – die würde der Gemeinde vermutlich nicht bewilligt werden. Schon jetzt rechnet die Kämmerin mit mahnenden Tönen aus dem Landratsamt. „Wir werden wohl die Aufforderung bekommen, unsere Finanzplanung zu konsolidieren.“ Das könnte Abstriche bei den freiwilligen Leistungen bedeuten.

Für Gerhard Gauck (SPD) war die Konsequenz klar: Das geplante Bürgerzentrum im Gewerbegebiet müsse gestrichen werden. Davon wollte Totzauer nichts wissen: „Ich will das Bürgerzentrum nicht komplett aufgeben. Mit einer kritischen Stellungnahme des Landratsamts kann ich leben.“ Wenn die Gemeinde die Flächen im neuen Gewerbegebiet verkauft habe, sehe die Welt wieder anders aus.

Aus Sicht der Kämmerei sollte dies schnell geschehen, denn die erwarteten drei Millionen Euro werden dringend gebraucht. Laut Gewerbereferent Thomas Betz (FW) dürften im März die ersten Notartermine anstehen.

Auf den Haushalt 2016 hat die veränderte Zuschusssituation noch keine Auswirkungen. Und so wurden bei einigen Posten vorgeschlagene Schiebungen und Kürzungen dann doch nicht vorgenommen. Vorgesehen sind unter anderem 400.000 Euro für den Umbau der Bahnhofstraße plus Radweg und neuem Parkplatz am Bahnhof. 50.000 Euro sollen für weitere Straßenbaumaßnahmen ausgegeben werden, die gleiche Summe fließt in die Neuanschaffung von Fahrzeugen und Geräten für den Bauhof. Die Sanierung des bestehenden Bürgerhauses ist mit 27.000 Euro veranschlagt.

Eine gute Nachricht hatte die Kämmerin aber doch: Weil die Ausgaben 2015 niedriger ausfielen als gedacht, können wider Erwarten 100.000 Euro auf die hohe Kante gelegt werden. Der Haushalt kommt wohl erst im März in den Gemeinderat.

von Ulrike Osman

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