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Der Olchinger Gaudiwurm zieht jedes Jahr etliche Besucher an.

In Olching

Verschärfte Regeln beim Faschingsumzug

Olching – Kein Prosit mehr, dafür mehr mobile Toiletten – das könnte heuer am 28. Februar das Bild auf den Wägen des Olchinger Faschingszuges mit prägen. Das Zugkomitee muss viele Auflagen erfüllen und packt eigene Empfehlungen drauf.

Zudem wird es immer teurer, Sicherheit zu gewährleisten – und für die Feuerwehr wird es schwerer, Personal zu finden. Bisher haben die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt immer mitgeholfen, wenn es etwa mit Absperrungen galt, die Sicherheit beim Faschingszug zu erhöhen. „Das ist auch nicht unsere eigentliche Aufgabe“, erklärte Josef Gigl, erster Kommandant der Olchinger Wehr.

Mehr Personal

Zumal es immer schwerer wird, gerade dafür Personal zu bekommen. Denn der Faschingsdienstag ist an sich ein ganzer Arbeitstag, für den Urlaub genommen werden muss. „Die Motivation dazu ist aber gering, wenn ich wegen einer Absperrung weit weg von der Veranstaltung bin“, so Gigl.

Das Komitee Faschingszug bekommt erste Auswirkungen bereits zu spüren. Wie der Vorsitzende Johann Krämer dem Tagblatt im Rahmen der diesjährigen Zugbesprechung bestätigte, müsse das Komitee schon heuer mehr Sicherheitskräfte organisieren. Halte der Trend an, würden die Kosten laut Krämer wohl schnell in den vierstelligen Bereich gehen. Dabei hat die Stadt bisher darauf verzichtet, eine Sicherheitswache anzuordnen. Diese hätte den Vorteil, dass Einsätzkräfte vor Ort auf Abruf bereit sind. Diese müssen allerdings entschädigt werden. Ebenfalls rein zu Lasten der Stadt geht bisher die Straßenreinigung und Müllbeseitigung nach dem Zug, die Gigl kostenmäßig im unteren fünfstelligen Bereich ansetzt.

Sicherheit in der Unterführung

Die Bahnunterführung ist beim Olchinger Faschingszug ein neuralgischer Punkt, nicht nur wegen der besonderen Lärmentwicklung. Teilnehmer entzündeten immer wieder pyrotechnische Sätze oder bedienten sich einer Nebelmaschine. Das wird heuer im Bereich der Unterführung zum Tabu erklärt. Bei der Zugbesprechung betonte Michael Maier, Organisationsleiter beim Zugkomitee, eindringlich: „Wer nur ein Ding zündet, fliegt sofort raus.“ Das habe die Stadt gefordert. Das Zugkomitee zieht eine weitere Konsequenz: „Solche Teilnehmer sind bei uns für die nächsten Züge gesperrt.“

Kein Prosit der Gemütlichkeit

Eher empfehlenden Charakter hat die Aussage Maiers, während des Zuges auf das Zuprosten mit Bier- oder Sektflaschen zu verzichten: „Kindern vom Wagen aus mit Bierflaschen zuwinken, ist bescheiden.“ Das sehe nicht gut aus. „Lauft auch so nicht hinter einem Wagen her“, fuhr Maier fort. Man wolle einen griabigen und echten Faschingszug, an dem alle ihren Spaß haben.

Wägen mit WC

Im Umfeld des Zuges werden in diesem Jahr mehr mobile Toiletten aufgestellt. Maier empfahl, dass Wägen ebenso eine mobile Toilette auf dem Hänger mit sich führen. „Zumindest bei den größeren Wägen sollte das schon gehen“, sagte Maier. „Je größer, desto praktischer ist so ein Dixie.“ Auf jeden Fall muss auf jedem Wagen ein Feuerlöscher mitgeführt werden.

Startgebühr beträgt 25 Euro

Fußgruppen können sich weiter spontan beim Zug anmelden. Bei Wägen endet die Anmeldefrist am 25. Februar. Bis dahin hat auch der TÜV seine Kontrollen beendet.

Maier wies noch darauf hin, dass es Olching bei einer Startgebühr von 25 Euro für Wägen und 15 Euro für Fußgruppen belasse. Markt Indersdorf etwa kassiere je Wagen pro Teilnehmer und Begleitpersonal ab. „Wir sollten alle darum kämpfen, den Olchinger Faschingszug in seiner bisherigen Form zu erhalten“, forderte Maier. Andernfalls müsse man abwarten, wie es in Zukunft mit dem Zug weitergehe. Hermann Mitterer von der Polizeikommentierte dies so: „Nur wenn’s läuft, dann passt’s.“

Von Hans Kürzl

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