Walter Zellmeier wirbt für ein neunstufiges Gymnasium. foto: archiv

Viscardi-Lehrer wollen zurück zum G9

Fürstenfeldbruck - In der Diskussion um die Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium meldet sich der Viscardi-Personalrat zu Wort. In einem Brief an den Kultusminister werben die Lehrer für das G9.

In dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, sprechen sich die Lehrer klar für die Rückkehr zum G9 aus. „In neun Jahren kann man jemandem mehr beibringen als in acht Jahren“, sagt Zellmeier. Das bedeute aber nicht, dass das G8 an sich schlecht sei. Viele Schüler würden es ohne größere Probleme meistern. Daher plädiert das Viscardi-Kollegium dafür, die Intensivierungsstunden beizubehalten. „Man kann einzelnen Schülern helfen, die in einem Fach Probleme haben“, berichtet der Direktor. „Und man kann die Intensivierungsstunden auch einsetzen, um besonders Begabte zu fördern.“ Das sei zwar der kleinere Teil. Dennoch gebe es ein bis zwei kleinere Gruppen, die auf diesem Weg an Wettbewerben - etwa im Fach Mathematik - teilnehmen. Auch die Wissenschafts-Seminare und die Orientierung an den Kompetenzen der Schüler haben sich bewährt, finden die Lehrer.

Die zweite Fremdsprache kommt ihnen dagegen zu früh. Zwar heißt es, dass man leichter lernt, je jünger man ist, berichtet Zellmeier. Dennoch hält er es für sinnvoller, dass sich Schüler erstmal zwei Jahre mit Englisch beschäftigen. „Dann können sie Lernstrategien entwickeln und sie für die zweite Fremdsprache nutzen.“ (imu)

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