Sepp KinkHeimatpfleger

Aus für Volksmusik: Das gibt Ärger

Fürstenfeldbruck - Dass der Bayerische Rundfunk (BR) die Volksmusik vom Radiosender „Bayern 1“ aufs Digitalradio verlagern will, stößt bei vielen auf Unverständnis. Was aber sagt Kreisheimatpfleger Sepp Kink dazu?

-Herr Kink, ärgert die Änderung auch die Menschen im Landkreis?

Ja, auf jeden Fall. Die Volksmusik war immer sehr begehrt. Als vor einigen Jahren die Sendung am Morgen eingestellt wurden, gab das schon große Aufregung. Das wird jetzt sicher wieder so sein. Beim BR würde sich so eine Sendung eigentlich schon gehören.

-Wer ist von der Umstellung am meisten betroffen?

Wir haben eigentlich keine wirklich bedeutenden Volksmusiker im Kreis. Aber wer beim Rundfunk Aufnahmen machen will, wird das auch weiterhin tun. Hauptsächlich betroffen sind die Hörer. Aber die Musik wird ja weiter gespielt, wird nur auf einen anderen Kanal verlagert.

-Glauben Sie, dass viele Hörer aufs Digitalradio umsteigen werden?

Ich kenne die Bedenken gegen die Digitalradios – dass man das alte Gerät wegwerfen muss und so weiter. Der Trend zur Umstellung ist aber auf jeden Fall da. Irgendwann werden vermutlich andere Sender auch umgestellt. Ich habe schon ein Digitalradio, das läuft wunderbar. Früher hat man ja auch gefragt, warum man ein Smartphone braucht, und heute ist das ganz normal.

-Wer hört denn heute noch Volksmusik?

Das sind vor allem ältere Leute. Aber es gibt ja auch moderne Volksmusik, zum Beispiel Wirtshausmusik, die auch junge Menschen gerne mögen. Auch die wurde ja gelegentlich auf Bayern 1 gespielt.

-Volksmusik, „neue“ Volksmusik, Volkstümliches – wo sind da die Unterschiede?

Zur neuen Volksmusik gehören zum Beispiel die CubaBoarischen. Sie beherrschen und nutzen die überlieferte Volksmusik und machen sie mit neuen Rhythmen und Schlagzeug modern. Das ist auch für junge Menschen sehr ansprechend. Die Volksmusik soll sich ja weiterentwickeln, aber die alten Elemente mitnehmen. Es gibt aber auch viel volkstümliche Musik, bei der vor allem Alleinunterhalter Veranstaltungen besuchen oder zu den Leuten nach Hause kommen. Auch im Landkreis gibt es dafür gute Leute, aber ob man sie mag, richtet sich natürlich nach dem Geschmack.

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