Audi ruft freiwillig 850.000 Diesel-Autos zurück

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Linie 840

Die Wahrheit zum Quetschbus

Fürstenfeldbruck - Der 840er - ein Quetschbus? Jetzt erklären die Verantwortlichen, warum es unmöglich ist, in der Tür eingeklemmt zu werden.

Ein Pfeifton, gleichzeitig schließen sich die Flügel der Türen im Bus der Linie 840, der sonst von der Buchenau zur S-Bahn Bruck fährt. Heute steht das Fahrzeug in einer Parkbucht vor dem Landratsamt. „Betriebsfahrt“ steht auf der Anzeige über der Windschutzsscheibe. In dem Bus steht Wolfgang Riedlinger. Der Geschäftsführer der für den 840er zuständigen Firma Busverkehr Südbayern hält seinen rechten Arm zwischen die Türen, als diese sich langsam aufeinander zubewegen. Näher und näher kommen sich die Glasscheiben, die an einer Seite von einem weichen Gummi abgeschlossen werden. Immer wieder hatten sich in den vergangenen Wochen Leser beim Tagblatt gemeldet, die darüber berichteten, in genau dieser Türe eingeklemmt worden zu sein. „Dabei geht das gar nicht“, sagt Wolfgang Riedlinger. Um genau das zu beweisen ist der Geschäftsführer zum Selbstversuch angetreten.

Wolfgang Riedlinger.

Man sieht und fühlt: Die Türen gehen wirklich nicht zu. Der weiche Gummi verformt sich beim Kontakt. Das fühlt sich etwa so an, als würde jemand den Arm drücken. Keine zwei Sekunden später bewegen sich die Flügel aber von selbst wieder nach außen. „In dem Gummi ist eine Art Schlauch eingebaut“, erklärt Fahrdienstleiter Ralf Schneider, der selbst auch Bus fährt. „Wenn sich der Luftdruck verändert, geht die Türe wieder auf.“ Schneider erklärt auch, dass der Bus nicht losfahren kann, während die Türen geöffnet sind. „Dann rastet automatisch die Haltestellenbremse ein.“

Damit der Fahrer weiß, wann er die Türe schließen kann, sind im Bus Kameras installiert. Der Lenker kann aus vier verschiedenen Ansichten auswählen. Der Bildschirm hängt in der Führerkabine. Die Kameras im Innenraum sind auf der Linie 840 wichtig. Denn zu den Stoßzeiten morgens und am späten Nachmittag kann es in dem Bus ziemlich eng werden. Dann nutzen auch viele Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollator das öffentliche Verkehrsmittel. Dass der 840er oft sehr voll ist, ist den Verantwortlichen bewusst. Ganz unmöglich, das wurde beim Ortstermin deutlich, scheint die Einführung eines Zehn-Minuten-Takts daher nicht zu sein. Problem bei den Türen ganz offenbar: Man kann nicht eingeklemmt werden, richtig. Aber als Fahrgast erschrickt man wohl ganz einfach, wenn die Türen auf einen zukommen.

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