Waldkindergarten-Idee fällt durch

Eichenau - Eine naturnahe und erlebnisreiche Alternative in der Kinderbetreuung wollten die Grünen mit der Errichtung eines Waldkindergartens in der Starzelbachgemeinde schaffen.

Ihr Anliegen stieß zwar bei vielen Gemeinderatsmitgliedern grundsätzlich auf Sympathie. Weil aber der Bedarf durch die bestehenden gemeindlichen und privaten Einrichtungen derzeit gedeckt ist, wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

Die Grünen hatten darauf verwiesen, dass etwa Gernlinden und Olching gute Erfahrungen mit Waldkindergärten gemacht haben. Dort sind die entsprechenden Einrichtungen stets ausgebucht. „Der Vielfalt in der Gemeinde Eichenau würde das sehr gut tun“, sagte Christine Ganzhorn. Mit einem breiteren Angebot könnte so möglicherweise der Druck auf einzelne Einrichtungen aufgrund der hohen Nachfrage etwas abgeschwächt werden. Rike Schiele hatte darauf hingewiesen, dass nach ihren Informationen der Waldhäuschen-Kindergarten „vollkommen dicht“ ist. Zudem kann nach Ansicht der Grünen ein Waldkindergarten schnell und kostengünstig angelegt werden. Nach den Angaben der Fraktion würden Bauwagen oder Holzwagen zwischen 10 000 und 30 000 Euro kosten.

Dem hielt Rathaus-Mitarbeiterin Bianca Dittrich entgegen, dass sich die Nachfrage von Eltern nach Waldkindergärten in Grenzen halte. Lediglich ein- oder zweimal pro Jahr würde nach einem Waldkindergarten gefragt. Zudem sind nach aktuellem Stand sieben Kindergartenplätze frei. Dabei ist sogar schon berücksichtigt, dass etliche Einrichtungen bereits zweieinhalbjährige Kinder aufnehmen werden. Diese belegen nach dem gesetzlichen Schlüssel wegen des höheren Betreuungsaufwandes zwei Plätze. Erst wenn sie drei Jahre alt sind, wird wieder ein Platz frei.

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