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Seltener Anblick: Nur auf einem Dach des Klosters St. Ottilien haben in den vergangenen Jahren Storchenpaare gebrütet.

LBV bittet um Hinweise

Warten auf die Störche

Landkreis – In Schwaben wurden bereits Störche gesichtet. Vielleicht kommen auch bald Tiere in den Kreis Fürstenfeldbruck zum Brüten.

Die ersten Störche sind aus ihren Winterquartieren nach Bayern zurück gekehrt – viel zu früh, wegen des anhaltend milden Wetters. Im Landkreis Fürstenfeldbruck muss man wohl noch etwas auf die Ankunft der gefiederten Frühlingsboten warten. „Ich habe weder Meldung von Bürgern bekommen, noch selbst Tiere hier bei uns gesehen“, sagt Ursula Anlauf vom Naturschutz-Info-Zentrum des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Puchheim.

Selbst wenn Störche in den nächsten Tagen auch in der Region um Bruck auftauchen, heißt das laut Uschi Anlauf noch lange nicht, dass sie dann hier brüten. Im Landkreis habe es in den vergangenen Jahren nur selten Brutpaare gegeben. Oft seien es einzelne Tiere, die man zu Gesicht bekomme.

Um Brüten zu können, erklärt die Vogelschützerin, bräuchten die Tiere nicht nur einen geeigneten Nistplatz, sondern vor allem auch das entsprechende Nahrungsangebot. „Das finden sie hauptsächlich in Feuchtgebieten.“ Und die seien hier im Landkreis eher rar. Uschi Anlauf bittet die Bürger deshalb, sich beim LBV zu melden, sollten sie Störche gesichtet haben. „Damit bekommen wir einen besseren Überblick und können den Zug der Tiere verfolgen.“

Ein beliebter Brutplatz von Störchen war in den vergangenen Jahren das Kloster St. Ottilien. Doch es ist fraglich, ob die Tiere weiterhin dort ihr Nest bauen werden. Denn das Dach, auf dem die Störche zuletzt immer wieder einmal versucht haben, Nachwuchs groß gezogen haben, wurde im letzten Jahr saniert. Dabei wurde auch der Vogelsteig beseitigt.

von Stefan Weinzierl

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