Wasserwacht-Gebäude: Neubau reißt Loch in die Gemeindekasse

Grafrath - Satte 100 000 Euro könnte der Neubau des Wasserwacht-Gebäudes an der Amper kosten. Die hohen Kosten sorgten bei den Haushaltsberatungen im Finanzausschuss für eine kurze Debatte.

Vor allem die CSU-Fraktion glaubt, dass es auch billiger gehen muss. Der Haushaltsansatz wurde dennoch nicht verändert.

„Die Zahl stammt aus einem früheren Angebot“, erläuterte Bürgermeister Hartwig Hagenguth (BfG) dem CSU-Fraktionssprecher Gerald Kurz auf Nachfrage. Dieses Angebot wurde vor rund vier Jahren eingeholt, ehe die Angelegenheit aus finanziellen Gründen dann mehrfach auf die lange Bank geschoben wurde. Der größte Posten in der Angebotssumme macht laut Rathauschef die Sanierung der vorhandenen Toilettenanlage aus, die dann in das neue Gebäude integriert werden soll. „Ich würde den Ansatz deshalb nur ungern verringern“, sagte Hagenguth.

Günter Gaillinger (CSU) akzeptierte letztlich die Bitte des Bürgermeisters mit einem leichten Zähneknirschen und mahnte zu einer kontinuierlichen Umsetzung. „Wir könnten 2013 die Planung machen und 2014 das Gebäude bauen“, sagte er. Geld herein kommt auf der anderen Seite übrigens dadurch, dass die Gemeinde die alte Wasserwachtgarage verkaufen will.

Es war letztlich die einzige größere Diskussion, die rund um den Vermögenshauhsalt geführt wurde. Wie schon bei der Debatte um den Verwaltungshaushalt kommt der Gemeinde eine deutliche Verbesserung der Finanzen zugute, so dass der Verwaltungsentwurf weitgehend unverändert übernommen werden konnte. Lediglich in die Finanzplanung 2014 wurde zusätzlich ein Betrag von 30 000 Euro aufgenommen, um ein fehlendes Teilstück des Gehweges an der Jesenwanger Straße zu realisieren. Grünen-Rat Roger Struzena wollte, den Betrag bereits für 2013 aufzunehmen, scheiterte jedoch am Ausschuss-Votum.

Ebenfalls im Vermögenshaushalthaushalt enthalten ist das Geld für das neue Feuerwehrauto, das heuer bestellt und 2014 in Betrieb gehen soll. Zudem stellt die Kommune 15 000 Euro bereit, um das gemeindliche Grundstück an der Amper als Badefläche herzurichten. Gaillinger stellt sich eine kleine Liegewiese und einen sicheren Amperzugang für Kinder vor. Damit soll begonnen werden, sobald die Sohlschwelle zur Ampermoos-Vernässung fertiggestellt ist. Das wird laut Hagenguth voraussichtlich im Sommer der Fall sein. Der Finanzausschuss segnete den Haushaltsentwurf, der nun in den Gemeinderat geht ab.

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