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Im Maisacher Festzelt nahm Ilse Aigner zwischen (v.l.) Hans Seidl, Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und Vize-Bürgermeister Roland Müller Platz.

Wirtschaftsministerin spricht in Maisach

Wegen Asyl: Ilse Aigner fürchtet um Frieden im Land

Maisach - Ilse Aigner fürchtet angesichts der Flüchtlingsproblematik um den Frieden im Land. Das sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin beim politischen Abend der CSU zum Abschluss der Festwoche.

Aigner kam von der Auswechselbank: Denn eigentlich war Joachim Herrmann als Redner vorgesehen. Doch Bayerns Innenminister sagte wegen eines Fernsehauftritts ab und schickte stattdessen Aigner. Während Herrmann in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ mit den Worten „Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger“ für Schlagzeilen sorgte, verlor sich Aigner zeitgleich in Maisach vor rund 250 Zuhörern zunehmend in unionspolitischer Beliebigkeit.

Am meisten Applaus erntete sie für ihre Lösungsvorschläge zum Umgang mit dem nicht abreißenden Flüchtlingsstrom. Zwar würden sich die Flüchtlinge nicht freiwillig auf den Weg nach Europa machen, und es sei eine „Christenpflicht zu helfen, wo es nur geht“. Wegen der hohen Zahl von Asylbewerbern, die täglich Bayern erreichen, müsse man aber klar trennen, wer nicht aus einem echten Asylgrund hier ankommt. „Wir brauchen schnellere Verfahren, um diese Menschen schneller wieder in ihre Heimat zurückschicken zu können“, sagte Aigner.  Außerdem sei der finanzielle Anreiz in Deutschland für Wirtschaftsflüchtlinge zu groß. „Deshalb müssen wir wieder zu Sachleistungen zurückkehren.“ 

In Sachen Flüchtlingsproblematik nahm die CSU-Politikerin auch die EU in die Pflicht: „Es kann nicht sein, dass nur drei Länder – eines davon ist Deutschland – alle Flüchtlinge aufnehmen, die nach Europa kommen.“ Ohne diese Maßnahmen sehe sie den Landesfrieden aufgrund wachsender Frustration in der Bevölkerung in Gefahr, sagte Aigner unter dem Applaus der Zuhörer. (ad)

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