Jonas Aumiller hat 2014 bei „Junge Stars in Fürstenfeld“ mitgemacht. Nun begleitet er die Verleihung des Kulturförderpreises. Der Nachwuchs-Wettbewerb wird wegen mangelnder Bewerbungen heuer nicht mehr stattfinden.

Wegen Bewerber-Mangel: Aus für „Junge Stars in Fürstenfeld“

Fürstenfeldbruck – Nach zwölf Jahren „Junge Stars in Fürstenfeld“ haben die Mitglieder des Kulturvereins und des Veranstaltungsforums eine Entscheidung getroffen: Weil sich zu wenig geeignete Kandidaten für den Wettbewerb gefunden haben, wird das Projekt nun beerdigt. Damit es kein Chaos mit der Rückgabe der Karten gibt, haben die Verantwortlichen den Wettbewerb noch in der Bewerbungsphase abgesagt.

Gesucht wurden in diesem Jahr junge Musiker, die Saxophon oder Trompete spielen. Beworben haben sich bis Ende Januar allerdings nur zwei Kandidaten. Und davon musste ein Bewerber seine Teilnahme am Auswahlkonzert aufgrund seines anstehenden Abiturs absagen.

So geht es inzwischen vielen jungen Musikern. Die steigenden schulischen Belastungen führten zu mangelndem Interesse an dem Wettbewerb. Außerdem hatten die Organisatoren das Alter der Bewerber heuer wieder weiter eingegrenzt (von 15 bis 21 auf 15 bis 18 Jahre). „In den vergangenen Jahren mussten wir auch auf ältere Bewerber zurückgreifen, um den Wettbewerb durchführen zu können“, erklärt Christine Hochenbleicher vom Veranstaltungsforum. „Dies wurde zu Recht öffentlich kritisiert.“ Nun habe man den ursprünglichen Ansatz wieder eingeführt, um zu einer besseren Vergleichbarkeit der Kandidaten zu gelangen.

Veranstalter bedauern Entscheidung

Hochenbleicher hat den Wettbewerb ins Leben gerufen, um „jungen, außergewöhnlich begabten Musikern ein professionelles Auftrittsforum mit entsprechender Außenwirksamkeit zu verschaffen“. Natürlich bedaure sie die Einstellung allerdings würde auch künftig musikalischen Talenten die besondere Möglichkeit gegeben, mit einem großen Orchester im Stadtsaal aufzutreten. Seit 2006 wurden die Abschlusskonzerte mit der Neuen Philharmonie München abgehalten. Auch heuer soll der Auftritt nicht ausfallen. Ausgewählt werden die Kandidaten dafür dann von Claus Christianus, dem Vorsitzenden des Regionalentscheids von „Jugend musiziert“, Musikprofessoren und den Verantwortlichen der Musikwerkstatt Jugend.

Andere Events sollen Ausgleich schaffen

Ganz verzichten muss die Jugend aber nicht auf kulturelle Förderung. Am Sonntag, 13. März, findet im Veranstaltungsforum beispielsweise erstmals das Akademie-Konzert der Streicher Akademie vom Puchheimer Jugendkammerorchester (PJKO) statt. Zudem finden die Preisträgerkonzerte der Kreismusikschule regelmäßig ihren Platz im Stadtsaal. Als Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ gibt es außerdem die Veranstaltung „Preisträger und solche, die es werden wollen“. Musikbegeisterte können sich noch dazu auf Einzelkonzerte von jungen Künstlern aus der Region freuen.

Am Sonntag, 1. Mai, wird Cora Marina Kordache im Veranstaltungsforum Stücke auf der Violine präsentieren. Elf Tage später wird Jonas Aumiller die Kulturförderpreisverleihung auf dem Klavier musikalisch gestalten. Die Heinrich-Scherrer-Musikschule hat für nächstes Jahr außerdem wieder ein Kindermusical geplant, das 2017 aufgeführt wird.

Anna Rosenheimer

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