War mal weiß: Der neobarocke Torbogen am Silbersteg. foto: peter weber

Mitten in Bruck

Silbersteg: Denkmalamt verzögert Neu-Anstrich

Fürstenfeldbruck – Jetzt im Frühling fällt es den Spaziergängern besonders auf: Der Silbersteg gibt ein trauriges Bild ab.

 Die einst weiße Farbe des Torbogens wird immer wieder unterbrochen von roten, schwarzen oder blauen Strichen. Der neobarocke Durchgang scheint alle, die eine Sprühdose in der Hand halten, einfach magisch anzuziehen. Ganze Bilder findet man kaum auf den Wänden. Vielmehr sind es einzelne Schriftzüge, Wörter und Buchstaben oder Tags.

Unter anderem im sozialen Netzwerk Facebook schimpfen die Brucker auf die Stadt – denn geschehen ist bisher nichts. Der Grund dafür aber ist kurios. „Die Stadt will ja streichen, aber es geht nicht“, sagt eine Rathaus-Sprecherin dem Tagblatt auf Nachfrage. Der Grund: Die Farbe muss erst vom Landesamt für Denkmalpflege genehmigt werden. Schließlich ist die um 1900 im Auftrag von Anton Aumiller errichtete Brücke samt Bogen, die Schöngeisinger- und Bullachstraße verbindet, denkmalgeschützt. „Das ist nicht so einfach“, erklärt die Sprecherin. Beispielsweise dürfe die Farbe keine Silicate enthalten. „Die würden dem Material die Sauerstoff-Zufuhr abschnüren und so dafür sorgen, dass die Substanz schneller kaputt geht.“ Bis die Mitarbeiter streichen dürfen, wartet man in der Stadt auf eine Antwort vom Amt. Wenn die Experten die Farbe freigegeben haben, sollen die Schmierereien im gewohnten hellen Farbton überstrichen werden.  vu

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