Enthüllen das Hinweisschild zum Burgstall Gegenpoint (v.l.): OB Sepp Kellerer, Rolf Marquardt (stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins), Schriftführer Peter Wollein, ARbeitskreisleiter Fritz Aneder und Vereinschef Otto Meißner. foto: huber

Wegweiser zum Burgstall Gegenpoint

Fürstenfeldbruck - Der Historische Verein hat zwei Wegweiser zum Burgstall Gegenpoint gestiftet. Enthüllt wurden die Schilder von OB Sepp Kellerer (CSU).

Der Burgstall ist das Überbleibsel einer Burg, die im zwölften Jahrhundert gebaut wurde. „Sie diente zur Sicherung der Salzstraße zwischen Augsburg und München“, erklärt Fritz Aneder, Leiter des Arbeitskreises Vor- und Frühgeschichte im Historischen Verein. Es handelte sich um eine zweiteilige Anlage, das heißt die Vorburg wurde durch einen tiefen Graben vom Kernwerk getrennt, in dem sich der Turm befand. Über eine Zugbrücke gelangte man zurück in die Vorburg, die unter anderem ein Wohnhaus, einen Brunnen und eine Burgkapelle beheimatete.

Ihren Namen, der übersetzt vermutlich so viel wie „Ungezäuntes Feld bei den Quellen“ bedeutet, bekam die Burg von dem dort herrschenden Geschlecht verliehen. Doch der Reichtum der Gegenpointer hielt nicht lange an. Erbteilungen und Schulden zwangen sie, immer mehr ihres Besitzes zu verkaufen. Schließlich fiel die Burg 1361 an das Kloster Fürstenfeld.

Die Mönche ließen das Bauwerk teilweise schleifen, das heißt abtragen. „Die Steine wurden wahrscheinlich zum Kirchenbau verwendet“, vermutet Aneder. Die Kapelle wurde verschont. Sie brach man erst ab, als sie um 1800 baufällig wurde. Über 200 Jahre später erinnert nur noch eine Ruine an die glanzvollen Zeiten der Gegenpointer. Davor ein Hinweisschild, das der historische Verein bereits 1990 aufstellen ließ. (huc)

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