Der Meister der Weihnachtsgeschichten: Ein Jahr im voraus überlegt Manfred Piringer welche Geschichte er erzählen will. Mit seiner Lichtshow, die ein aktuelles Thema kindgerecht aufbereitet, fasziniert der Kameramann die Zuschauer.

Olchinger zaubert Weihnachten in den Garten

Weihnachtshaus mit 25.000 Lichtern

Olching - In der Rebhuhnstraße 8 beginnt Weihnachten bereits im Oktober. Denn rund zwei Monate dauert es, bis Manfred Piringer sein Weihnachtswunderland aufgebaut hat. 25 000 Lichter und eine Show mit bewegten Figuren begeistern dann die Passanten.

Das Weihnachtshaus in der Rebhunhstraße 8.

Weiße und bunte Lichter leuchten und blinken über die Hecke heraus aus Manfred Piringers (51) Einfahrt. Wer näher heran tritt, kann überall im Garten, in den Büschen, auf dem Boden und am Haus Weihnachtsdekoration und kleine humorvolle Details erkennen. Da sitzt ein leuchtendes Eichhörnchen im Baum, vom Balkon schaut das Christkind herunter, Pinguin und Rentier grüßen. Es gibt Päckchen, Teddys, den Zug, das Ensemble erinnert an einen großen Gabentisch.

Seit 15 Jahren baut Manfred Piringer dieses Weihnachtswunderland in seinem Garten auf. Angefangen hat er wie viele andere mit einem beleuchteten Christbaum, einer Lichteisenbahn und zwei Silhouetten. Das gefiel den Passanten. Das Lob spornte Piringer an, von Jahr zu Jahr kam mehr Dekoration hinzu. Als er dann noch von Halloween eine Hexenfigur übrig hatte, war die erste Protagonistin für seine Weihnachtsgeschichte geboren.

Alle Figuren sind digital gesteuert

Wenn Manfred Piringer alle Lichter an seinem Weihnachtshaus einschaltet, brennen etwa 25 000 Lampen. Seitdem er größtenteils auf LED-Leuchten umgestellt hat, spart er etwa 70 Prozent der vorherigen Energiekosten. Jede Silhouette und die Figuren sind über Kabel mit einem Computer verbunden, sodass er digital alle Einheiten steuern kann – ideal für die Vorführungen, bei denen er manche Bereiche der Anlage aufhellt und so die Aufmerksamkeit dorthin lenkt.

Manfred Piringer überlegt oft ein Jahr im Voraus, welche Geschichte er erzählen will. Dann entwirft er die Charaktere und spricht ihre Rollen digital ein. Mit Musik wird so eine Tonspur erzeugt, die mit der Lichtshow abgespielt wird. Dann braucht es noch eine spannende Handlung, die sich der 51-Jährige ausdenkt. Wie er selbst sagt, steckt hinter der Vorführung viel Liebe.

Wo man auch hinsieht, überall entdeckt man liebevoll gestaltete Details.

Diesmal dreht sich alles um einen Zirkusdirektor, der durch die Wirkung eines Zauberspiegels böse wird und seine Freunde verschreckt. Nur die Ratte Mausi steht ihm bei und will ihn wieder weichherzig und freundlich machen. Dabei können sie die kleinen Zuschauer unterstützen: Sie bekommen Knicklichter ausgeteilt, kleine Zauberstäbe, mit denen sie die Ratte zum Beispiel auf dem Hochseil beschützen können.

"Ich möchte die Leute verzaubern"

Manfred Piringer will aktuelle Themen kindgerecht aufarbeiten, ohne dass sich Erwachsene langweilen. „Der Sinn des Ganzen ist, dass die Familien die Show zusammen erleben und gemeinsam darüber sprechen können“, erklärt Piringer. Das Wichtigste seien die Emotionen, die Kinder und Erwachsene erführen. „Ich möchte die Leute verzaubern“, sagt der gebürtige Österreicher, der als Kind selbst fasziniert durch die weihnachtlich erleuchteten Straßen Wiens gelaufen ist.

Er will sehen, ob auch er die Zuschauer so begeistern kann – bisher hat das fast immer geklappt, erzählt er. „Der Applaus ist das schönste, was man bekommt.“

Die Vorstellungen am Weihnachtshaus finden noch bis 27. Dezember jeweils um 17, 18 und 19 Uhr in der Rebhuhnstraße 8 statt und dauern eine halbe Stunde. Vom 28. Dezember bis zum 6. Januar können Gruppen mit zehn Personen oder mehr auch eine Extravorstellung vereinbaren unter Telefon 08142 44 21 10. (mmh)

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