Wenn die Hausfassade fault

Olching – 27 Wohneinheiten sind vor 20 Jahren in der Ordenslandstraße 8 bis 12 entstanden. Jetzt stehen Sanierungen an.

 Kostengünstige Bautechniken, innovative Grundrisse, dicht beieinanderliegende Bauten bei hoher Wohnqualität, ein Garten zu jeder Wohnung: Das wurde damals im Rahmen des experimentellen Wohnungsbaus vom Freistaat gefördert. Mittlerweile ist die Anlage in die Jahre gekommen, es muss saniert werden.

Unter anderem sind Faulstellen aufgetreten. Doch die Schäden sind auf die Außenwandverkleidung aus Furnierschichtholz beschränkt, berichtete Architekt Sampo Widmann im Bauausschuss. Die Schäden will er durch eine vorgehängte hinterlüftete Fassade beseitigen, eine mehrschichtige Fassade, deren äußerste Schicht durch eine Luftschicht von den dahinterliegenden Schichten getrennt ist. „Wir wollen dem Haus einen Regenmantel anziehen“, erläuterte er.

Die Fassade wird dann auch neu gestrichen, in Gelb so wie der ursprüngliche Anstrich. Das Erscheinungsbild der Anlage bleibt daher unverändert. Knapp 473 000 Euro sind dafür veranschlagt. Ob dafür Zuschüsse fließen, ist noch nicht geklärt.

Der Ausschuss stimmte Widmanns Vorschlag zwar einstimmig zu. Doch zuvor musste der Architekt Zweifel im Gremium beseitigen. So sah es Josef Neumaier (CSU) mit großer Skepsis, dass auf eine angefaulte Fassade eine Außenhaut gesetzt werden soll. Doch der Architekt konnte beruhigen, er versicherte: „Unter der neu angebrachten Fassade trocknet aus, was jetzt feucht ist.“

Alois Waltl (FWO) hatte Bedenken, dass Schädlinge in das Holz eindringen könnten. Doch Widmann entgegnete, im trockenen Holz gebe es keine Schädlinge. Für Alfred Münch (SPD) stand fest: „Wir müssen uns auf Sie verlassen.“ Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten durchgeführt werden. Große Beeinträchtigungen haben die Arbeiten auf die Mieter nicht. „Keiner muss ausziehen“, verspricht Bauamtsleiter Markus Brunnhuber.   susanne Schwind

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