Germering

Wenn das GEP zum Tatort wird

Germering – Germering etabliert sich fast schon als Dauerdrehort für die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY. Nach längeren Filmarbeiten im Stadtgebeit im April war jetzt ein XY-Team am Einkaufszentrum GEP im Einsatz.

 Ein beschaulicher Sonntagmorgen, irgendwo in Deutschland. Doch die Stille wird gestört von einem Fahrzeug, das die Glastür eines Einkaufszentrums durchbricht und auf das Geschäft eines Juweliers zusteuert. Auch dort wird das Fahrzeug als „Türöffner“ genutzt. Nach zehn Minuten ist der Spuk vorbei.

Wo dieser stattgefunden hat, wird erst einmal nicht erzählt. „Wichtig ist, dass nicht jetzt schon weit im Vorfeld der Ausstrahlung genau erzählt wird, wo das war, um die Täter auf keinen Fall zu warnen“, erklärt Margit Preiss von der Agentur Presse-Partner Preiss, die regelmäßig mit Securitel aus München zusammenarbeitet. Securitel gehört zu den führenden TV-Produktionsfirmen im Themenbereich Kriminalität. Die Sendung Aktenzeichen XY ist einer der Abnehmer.

Immer wieder führt das Produzententeam der Weg in den Landkreis Fürstenfeldbruck, nun sogar zum zweiten Mal innerhalb von knapp sechs Wochen nach Germering. Das neue Einkaufszentrum GEP bildet die Kulisse, der Backshop dort passt ideal ins Bild, um bei der Fahndung zu helfen.

Denn von so einem Backshop aus hat eine Angestellte, die gerade ihren Dienst angetreten hatte, den Überfall beobachtet. Hektisch sucht sie nach ihrem Mobiltelefon, kann die Polizei informieren, doch die Täter sind schneller und bereits wieder verschwunden.

Melanie Leyendecker stellt diese Angestellte dar. Die 31-jährige Münchner Schauspielerin hat bereits reichlich Krimierfahrung, hat schon bei den Rosenheim Cops und SOKO 5113 mitgespielt. Auch für Aktenzeichen XY war sie bereits mehrfach am Set. Trotzdem klappt die Szene mit dem aufgeregt in der Tasche kramen nicht auf Anhieb so, wie sich das Regisseur Raoul Heimrich vorstellt. Mal dauert die Suche nach dem Mobiltelefon einfach zu lange, mal fällt die Tasche aus der Hand. „Sorry“, entschuldigt sich die Darstellerin.

Sie weiß, dass die Szenen möglichst nah an den tatsächlichen Vorgängen ausgerichtet sein sollen. Die Sequenzen werden von Staatsanwaltschaft und Polizei vorgegeben, die auch eine Fahndung für XY aktivieren. Schließlich soll die Darstellung der Details dazu dienen, den Fall aufzuklären. Wann der im ZDF ausgestrahlt wird, ist noch unbekannt.

Mit den Sperrungen gab es während der Dreharbeiten keine Probleme. „Wir versuchen sie immer so kurz wie möglich zu halten“, hieß es von der Produktionsfirma Securitel. Das Straßenverkehrsamt der Großen Kreisstadt war rechtzeitig informiert worden, um die Sperrungen zu veranlassen. Diese betrafen unter anderem die Münchner Straße zwischen Leipziger Straße und Spange, sowie Teilbereiche der Otto-Wagner-Straße. Die Filmaufnahmen fanden hauptsächlich in den Abend- und Nachtstunden statt. (hk)

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