Bahnkunden müssen weiter warten

Wiedereröffnung des Bahnhofskiosks frühestens im Herbst

Gröbenzell – Der Bahnhofskiosk wird wohl frühestens im Herbst wieder seine Türen öffnen. Davon geht jedenfalls Reinhold Bocklet aus.

Der örtliche Landtagsabgeordnete hat eigenen Angaben zufolge bei der für den kleinen Laden zuständigen DB Station & Service AG interveniert, weil der Kiosk seit über einem Jahr geschlossen ist.

Dies sei ein unmöglicher Zustand für eine 19 000-Einwohner-Gemeinde, betont Bocklet, und stehe in krassem Widerspruch zu den vollmundigen Werbesprüchen der DB Station & Service AG. „Die zahlreichen Nutzer der S-Bahn in Gröbenzell müssen schon zu lange auf die Wiedereröffnung des Bahnhofsladens warten“, findet der Landtagsabgeordnete.

Die DB Station & Service AG ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB). Wie Bocklet nun vom Leiter des Regionalbereichs Süd, Günther Pichler, erfahren haben will, werde derzeit der Laden ausgeschrieben, um einen neuen Pächter zu gewinnen. Die einjährige Verzögerung hat sich nach Information von Bocklet offenbar dadurch ergeben, dass die Berliner Zentrale von Station & Service den Laden vergeblich über das Franchisesystem Service-Store DB vergeben wollte. Erst eine Nachfrage Bocklets im Herbst habe dazu geführt, dass der Regionalbereich Süd mit der Angelegenheit betraut wurde. Nachdem aber von notwendigen Umbauten für den neuen Pächter die Rede ist, dürfte sich die Wiedereröffnung des Ladens laut Bocklet in den Herbst hineinziehen.

Der seit Dezember 2014 verwaiste Laden in Gröbenzell ist kein Einzelfall. Auch in den Nachbarstädten Olching und Puchheim mussten die Bahnkunden nach Schließung der sogenannten DB Service-Stores monatelang warten, bis neue Pächter gefunden waren. Dies liegt laut Bocklet auch am System der Deutschen Bahn, das „durch eine äußerst schwerfällige Unternehmensorganisation gekennzeichnet“ sei.  sw

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