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Besonderes Ambiente: Der beleuchtete Schirm über der Bar sorgte für tolle Stimmung bei den Gästen.

Wiesen-Rauschen

Riesenandrang beim Fest der Burschen

Germering - Die Germeringer Burschen haben offenbar einen Nachfolger für das Dorffest gefunden. Auch bei der zweiten Auflage lockte das Wiesen-Rauschen am Samstagabend wieder hunderte von Besuchern auf das Areal südlich der B 2.

Zünftig war’s: Je später es wurde, desto mehr Gäste kamen auch in den Biergarten.

Eigentlich sollte das Fest schon eine Woche früher stattfinden, aber der Burschenverein um die Vorsitzenden Simon Graf und Moritz Dersch hatte offenbar den richtigen Riecher – oder zumindest eine zuverlässige Wettervorhersage. Wegen der mauen Aussichten am Wochenende zuvor hatten Graf und Co. kurzerhand entschieden, das Fest auf den Ausweichtermin zu verlegen. Und das trotz des großen, zeltartigen Schirms, den die Burschen für die Feier gemietet hatten.

Dafür wurden sie mit bestem Feierwetter und einer großen Zahl an Gästen belohnt. Als die Tore auf der Wiese südlich der B 2 öffneten, war zwar noch nicht allzu viel los. Doch spätestens als sich die Sonne dem Horizont näherte strömten die Besucher herbei. Auffällig dabei: Unter den Gästen fanden sich Menschen aus allen Altersgruppen.

„Das ist auch unser Ziel mit dem Fest“, sagt Graf. „Wir wollen ein gemischtes Publikum.“ Für die passende Musik sorgte ein Münchner DJ. Am Anfang legte er noch „etwas griabiger“ auf, wie Graf sagte – eben um auch den älteren Besuchern etwas zu bieten. Als dann gegen 23 Uhr der Anteil junger Gäste noch einmal sprunghaft anstieg, gab es aber auch jede Menge Partymusik zum Feiern zu hören.

Während sich die Besucher im Biergarten allerlei Getränke und Gegrilltes schmecken lassen konnten, gab es Barbetrieb unter dem großen Schirm, der mit satten 22 Metern Durchmesser vielen Menschen Platz bot. Dass es nicht regnete, machte den Schirm übrigens nicht obsolet. Vielmehr verbreitete sich unter der Plane bei stimmungsvoller Beleuchtung ein ganz besonderes Ambiente.

Sind zufrieden mit dem Zuspruch: Der Burschenvorsitzende Simon Graf (r.) und sein Vize Moritz Dersch.

Dafür hatten die Burschen zuvor kräftig Hand angelegt. „Wir haben mit ungefähr 15 Mann am Freitag alles aufgebaut“, berichtet Dersch. Lediglich der Bauzaun, der das Festgelände eingrenzte – Zutritt gab’s erst ab 18 Jahren –, stand bereits vom ursprünglich geplanten Team am Wochenende zuvor. Die Arbeiten haben sich gelohnt. Nachdem bereits beim ersten Wiesen-Rauschen im vergangenen Jahr rund 700 Besucher kamen, dürften es diesmal sogar noch ein paar mehr gewesen sein.

„Nach dem Erfolg werden wir das zu einem festen Termin im Veranstaltungsjahr werden lassen“, sagt Graf. Damit haben die Germeringer Burschen auch ihre Ersatzveranstaltung für das Dorffest gefunden, das der Verein schon viele Jahre zuvor auf der Dorfstraße und zuletzt 17 Jahre lang in einer landwirtschaftlichen Halle veranstaltet hatte, bis dies nicht mehr möglich war.

Andreas Daschner

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