News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Franz Göttler: Auch heuer kutschiert er den Münchner OB in der Ehrenkutsche zur Wiesn. „Ich habe keine Angst vor Terror“, sagt er.

"Ich habe keine Angst vor Terror"

Wiesn-Einzug: Brucker denken nicht an Absage

Landkreis – Die Mitwirkenden am Oktoberfest-Einzug aus dem Kreis Bruck lassen sich von Terrorangst und Sicherheitsdebatte nicht den Schneid abkaufen. Während andere Vereine abgesagt haben, werden sie auf alle Fälle dabei sein – aus verschiedenen Gründen.

Der Emmeringer Kutscher Franz Göttler wäre vom Oktoberfest kaum wegzudenken. Seit 30 Jahren lenkt er sein Apfelschimmelgespann vor der Ehrenkutsche mit dem Münchner OB samt Geleit oder gar dem Ministerpräsidenten. „Ich hab’ keine Angst vor Terror, ich bin auch in diesem Jahr wieder mit dabei.“ Am Samstag ist Göttler mit zwei Wagen am Einzug der Festwirte beteiligt. Unter anderem kutschiert er Wirt Aple und Ehrengäste. Am Sonntag fahren drei Gespanne unter seiner Regie.

Der Emmeringer Kutscher ist das ganze Jahr unterwegs – zuletzt bei den Einzügen zum Maisacher oder Dachauer Volksfest, beim Augsburger Plärrer oder wenn vom Bayerischen Hof aus 15 Gespanne Richtung Englischer Garten traben. „Natürlich ist es schwierig, Menschen die Angst zu nehmen, man muss diese Angst respektieren, auch wenn man selber anders damit umgehen kann“, meint Göttler. Denn, so seine Überzeugung: „Egal wo – passieren kann immer irgendwas.“

Auch der Fanfarenzug Gernlinden wird wieder beim Einzug mitmarschieren „Bei uns im Verein wurde das Thema Terrorangst und Wiesn bisher von keinem aktiven Mitglied angesprochen oder im Verein in diesem Zusammenhang diskutiert“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Klose.

Er macht denen, die abgesagt haben, aber keinen Vorwurf. Jeder müsse das für sich entscheiden. Die historische Trachtengruppe des Fanfahrenzug war sogar am Wochenende nach dem Attentat vom Olympia-Einkaufszentrum bei den Kaltenberger Ritterspielen dabei. An Absage dieses Spektakels habe niemand gedacht.

Ganz ähnlich die Gemütslage bei der Maisacher Blaskapelle, die seit zehn Jahren beim Trachtenzug dabei ist. „Diese Wiesn wird wahrscheinlich die sicherste werden, die wir je hatten“, meint Vorsitzende Eva Pflügl. Wenn Gefahren in München lauern würden, dann an allen erdenklichen Plätzen. Und davor könne man nicht davonlaufen. Clubchefin Eva Pflügl: „Bei uns im Verein hat keiner die Terrorangst angesprochen.“

von Angi Kiener

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