Von ihrem Schreibtisch aus überblickt Raffaela Scelsi das Gröbenzeller Gewerbegebiet. Foto: dobler

Erste Fördererin

Sie will die Fahne der Gröbenzeller Wirtschaft hochhalten

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Gröbenzell – Ein paar Ordner stehen schon in den Regalen, eine Grünpflanze ziert das Fensterbrett und auch ein paar Bilder hängen bereits an der Wand. Trotzdem wirkt das Büro im zweiten Stock des Rathauses noch relativ kahl. Kein Wunder, schließlich ist Raffaela Scelsi erst vor gut acht Wochen dort eingezogen. Sie ist die neue Wirtschaftsförderin – und die erste überhaupt in Gröbenzell.

Auch für die 25-Jährige ist die Stelle ein Premiere. Es ist der erste Job nach der Uni. Trotzdem hat sie schon Erfahrung. Denn während ihres Studiums hat bei der Wirtschaftsförderung im Landratsamt gearbeitet. „Ich habe gewusst, auf was ich mich einlasse“, sagt sie.

Vor Scelsi gab es im Rathaus niemanden, der sich explizit um das Thema Wirtschaftsförderung bemüht hat. „Bürgermeister Rubenbauer hat das als Chefsache angesehen“, erklärt Rathauschef Martin Schäfer. Schäfer, damals Gewerbereferent, kümmerte sich zudem um die Anliegen der Betriebe.

Neue Firmen anlocken

Die neue Wirtschaftsförderin versteht sich als Anlaufstelle für Firmenchefs insbesondere für Jungunternehmer. Es geht um Vermittlung und Netzwerke. „Ich will die Fahne für Unternehmen hoch halten“, sagt Scelsi. Zum einen sollen bestehende Firmen am Ort gehalten werden, zum anderen will man neue Unternehmen anlocken.

Dabei setzt Gröbenzell vor allem auf die Kultur- und Kreativwirtschaft. „Die brauchen wenig Fläche“, erklärt Scelsi. Denn die hat Gröbenzell nicht. Weiteren Gewerbegrund auszuweisen, ist nicht möglich. „Deshalb brauchen wir auch keine großen Logistikfirmen oder ähnliches“, sagt Schäfer. Dabei gehe es nicht primär um die Gewerbesteuer, sondern um die unternehmerische Vielfalt und die Arbeitsplätze. Von letzteren gibt es rund 3500 sozialversicherungspflichtige Stellen in Gröbenzell. Erstes großes Projekt wird die Organisation des Gröbenzell-Zelts auf der FFB-Schau sein. Auch in punkto Fahrradfreundlichkeit soll mit den Firmen gesprochen werden.  

Offiziell vorgestellt

wird Raffaela Scelsi am 8. März beim Unternehmerfrühstück im Rathaus.

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