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Die roten Punkte bezeichnen die Windkraftstandorte. Am linken Punkt steht das schon existierende Rad. Der Punkt nah an der B2 bezeichnet den Standort der Malchinger Anlage. Der dritte bezeichnet das Pucher Rad. Aufgrund der Darstellungstechnik

Erneuerbare Energien

Das Malchinger Windrad wird heuer gebaut

Fürstenfeldbruck - Das Malchinger Windrad wird gebaut. Diese Entscheidung fällte jetzt der Aufsichtsrat der Stadtwerke Fürstenfeldbruck einstimmig.

Geschäftsführer Enno Steffens ist sogar zuversichtlich, dass das Kommunalunternehmen sein ursprüngliches Ziel, mit der Anlage bei Mammendorf drei Windräder zu bauen, doch noch erreicht. Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck gehen gegen das Pucher Urteil vor. Das Gericht hatte den Bau einer Anlage dort wegen Denkmalschutz gestoppt.

„Wir werden alle Schritte einleiten, die Anlage bei Malching mit der Stadt Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Maisach zu realisieren“, sagte Steffens gestern. Es wird ein baugleicher Zwilling des etwa 200 Meter hohen Rades bei Mammendorf, Typ E101 der Firma Enercon. Bereits Ende des Jahres könnte es ans Netz gehen. Mit dem Baubeginn eilt es nun etwas. Aus Naturschutzgründen muss der Oberboden am Standort bis spätestens Mitte März abgehoben sein, damit Bodenbrüter nicht gestört werden. Die Verträge mit den Grundstückseignern sind unter Dach und Fach, erklärt Enno Steffens. „Alle Voraussetzungen sind erfüllt. Wir verfolgen unseren Weg, regional erneuerbare Energien zu erzeugen, konsequent weiter.“ Was noch auf die Beine gestellt werden müsse, sei die Finanzierung.

 Aber hier ist der Stadtwerke-Chef dank des niedrigen Zinsniveaus sehr zuversichtlich. Mit einer Fertigstellung des Malchinger Rades 2015 könne man zudem von der Förderung von 8,6 Cent pro Kilowattstunde nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) profitieren. Berufung gegen das Pucher Urteil haben die Stadtwerke am 19. Januar eingelegt. Hoffnungen auf eine gütliche Einigung mit der Kuratie-Kirchenstiftung hat Geschäftsführer Steffens keine mehr. „Wiederholte Anfragen zum Dialog haben keine Wirkung gezeigt.“ Hinnehmen will Steffens das Urteil auf keinen Fall. „Die Pucher Entscheidung hat Auswirkungen auf ganz Deutschland.“

 Wenn wegen Denkmalschutz solche Anlagen nicht errichtet werden könnten, würde es schwierig. „Ich habe die Flinte noch nicht ins Korn geworfen, dass bei Puch ein Windrad entstehen kann“, sagt Steffens. Weil diese Anlage so umstritten ist, würde er auf alle Fälle eine Möglichkeit finden, Bürger an der Finanzierung zu beteiligen. „Das ist sehr schwierig, aber es gibt Möglichkeiten.“ Um diese auszuloten, habe man nun nicht zuletzt wegen der Klage mehr Zeit. Das einzige schon stehende Windrad in Mammendorf wird derzeit gewartet – Routine nach 300 Betriebsstunden. Steffens: „Nur deshalb dreht es sich nicht."

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