„Wir können uns nicht in unserer Wurstkuchl verstecken“

Landkreis - Die Metzgerinnung will sich auch heuer wieder auf der FFB-Schau präsentieren. Aber nicht nur dort wollen die Fleischer für ihr Handwerk werben.

Die Metzgerinnung wird für die vom 8. bis 12. Oktober in Olching stattfindende FFB-Schau ein starker Partner sein. Aussteller und Organisator Josef Werner Schmid zeigte sich auf der Jahreshauptversammlung der Metzger überzeugt, dass der Stand der Innung zu den Anziehungspunkten gehören wird. Auch Obermeister Engelbert Jais sieht die Regionalmesse als ideale Plattform zur Darstellung des Handwerks. „Wir können uns nicht in unserer Wurstkuchl verstecken“, sagte Jais.

Für den Beruf des Metzgers und Fachverkäufers will die Innung aber auch noch aufanderen Wegen werben. So regte Jais einen landkreisweiten offenen Tag des Metzgers an. In seinem Betrieb habe er damit gute Erfahrungen gemacht. Ein solchter Tag könne dazu beitragen, den Kundenstamm zu erhalten. „Natürlich müssen wir durch Qualität und Kreativität überzeugen“, sagt Jais.

Einen Teil dazu beitragen soll die Wurstprüfung, die auf der FFB-Schau von einer reinen Fachjury vorgenommen werden soll. Die 24 Mitgliedsbetriebe müssen sich den Testern laut Beschluss der Jahreshauptversammlung mit einem kalten groben altbairischen Leberkäse stellen. Jais ist von der guten Wirkung dieses Tests überzeugt. Der Weißwursttest im vergangenen Jahr habe dank der Mitwirkung des Tagblatts guten Anklang gefunden.

Einen leichten Anstieg bei den Ausbildungsplätzen konnte Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer vermelden. Sechs Metzger und sieben Fachverkäuferinnen streben in den nächsten beiden Jahren ihren Abschluss an. Höfelsauer sah darin ein gutes Zeichen, stellte aber gleichzeitig fest: „Es ist schwer Fachpersonal zu gewinnen und dauerhaft zu binden.“ Daher sucht die Innung auch den engen Kontakt zum Bayerischen Fleischerverband. Von dessen Serviceangeboten würden auch die eigenen Betriebe profitieren, so Jais. Trotz Bedenken, dass eine Beitragserhöhung gerade die kleinen Betriebe hart treffen könnte, stellte schlug Jais vor, den Jahresbeitrag um 100 Euro zu erhöhen. Mitglieder würden dann 460 Euro zahlen. Höfelsauer warb ebenfalls dafür: „Der Verband vertritt das Metzgerhandwerk zukunftsorientiert.“ Eine endgültige Entscheidung wird in der Herbstversammlung fallen.

Im Rahmen der Frühjahrsversammlung wurde Günther Wirth zum Ehrenmitgliued ernannt. Wirth hatte die Metzgerinnung bis 2009 angeführt. Jais über seinen Vorgänger: „Von Deiner Erfahrung hat jeder Mitgliedsbetrieb profitiert.“ (hk)

Auch interessant

Kommentare