SPD wirft Supermarkt-Investor Wortbruch vor

Grafrath - Beim Bau des geplanten Supermarkts lassen die Beteiligten weiterhin die Muskeln spielen. Nachdem Investor Bernd Schwarz überzogene Forderungen seitens des Ratsgremiums kritisiert hatte, schießt nun SPD-Rat Sepp Heldeisen zurück

„Soll sich der Gemeinderat vom Investor erpressen lassen?“, fragt Heldeisen. Dass das Ratsgremium Forderungen stelle, die das Projekt kippen lassen könnten, stimme so jedenfalls nicht. Er wirft Schwarz vielmehr vor, seine bei der Infoveranstaltung im Januar gemachten Zusagen nicht einzuhalten. Vor allem die Verringerung der Tiefgaragenplätze von 60 auf nur noch 19 will die SPD so nicht hinnehmen. Schwarz will die Stellplätze oberirdisch an Stelle der Heizzentrale realisieren, die vom Gemeinderat abgelehnt wurde. „Nicht hinnehmbar“, sagt Heldeisen. Das Minimum sei, dass der Investor alle Stellplätze für die 13 Wohnungen sowie die Betreiber und Mitarbeiter der Arztpraxen und des Supermarkts in der Tiefgarage unterbringt. An die Stelle der Heizzentrale solle vielmehr der Getränkemarkt ausgelagert werden, um das Supermarktgebäude zu verkleinern.

„Eine Verringerung des großen Baukörpers ist Gegenstand mehrerer Einwendungen von Grafrather Bürgern“, erinnert Heldeisen. So könne an dieser Stelle auch ein attraktiver Vorplatz entstehen. Auch den Vorwurf, dass es keine Gegenleistung für den sozialen Wohnungsbau im ersten Stock - hier sollen sechs Wohnungen für Personen über 60 oder mit Behinderung entstehen - gegeben habe, weist Heldeisen zurück. „Zur Kompensation wurde die Errichtung von sieben zusätzlichen Wohnungen im zweiten Stock zugestanden.“ Eine Sicherung der Nutzung im ersten Obergeschoss durch besagten Personenkreis mittels einer Grunddienstbarkeit sei notwendig, um einer Zweckentfremdung entgegen zu wirken. (ad)

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