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Völlig verdreckt waren die Enten, die am Olchinger See gefunden wurden. Tierärztin Evelyn Philipp untersuchte die Vögel.

Woher kommen die Tiere?

Olchinger See: Rätsel um verdreckte Hausenten

Olching - Innerhalb weniger Tage sind am Olchinger See vier völlig verdreckte Enten gefunden worden.  Woher sie kommen, ist unklar. Denn es handelt sich um sogenannte Warzenenten, die eigentlich als Heim- und Nutztiere gehalten werden.

Mit vereinten Kräften gelang es den Olchinger Brandhelfern, die Ente in den Holzkäfig zu locken.

Eine Passantin hatte am Sonntag im Biotopbereich des Sees eine vermeintlich verletzte beziehungsweise verschmutzte Ente entdeckt und die Polizei alarmiert. Aufgrund der Größe des Vogels war zunächst sogar unklar, ob es sich nicht um eine Gans handelt.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Inspektion sei man ausgerückt, um das Tier einzufangen, erzählt Josef Gigl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr . „Das Tier hat sich widerstandslos in den Kleintierkäfig stecken lassen.“ Dann brachten die Brandhelfer die Ente in eine Kleintierpraxis nach Puchheim.

Enten in Waschhalle gesäubert

Dort wurde der Vogel von Tieräztin Evelyn Philipp genau untersucht. Die stellte nicht nur fest, dass das Tier mit Öl verschmiert war, sondern auch eine Verletzung am Flügel hatte. „Netterweise haben uns die Malteser in Gröbenzell die Waschhalle der Rettungsstation zur Reinigung des Tieres zu Verfügung gestellt“, erzählt Philipp. In der Waschanlage gebe es nämlich eine Anlage, die das Öl sofort vom Wasser trennt. So etwas habe sie in ihrer Praxis nicht. Zur Weiterbehandlung der Flügelverletzung sei die Ente mittlerweile in die Tierklinik nach Oberschleißheim gebracht worden.

Philipp betont, dass es sich nicht um eine heimische Ente handele, sondern vermutlich um eine Moschusente. Diese Entenart stammt ursprünglich aus Südamerika und wird hierzulande als Haus- und Brutente gehalten, auch bekannt unter dem Namen Warzenente, der auf einen mehrteiligen Höcker an der Schnabelwurzel verweist.

Tiere warten auf neue Besitzer

Wie Hans Werner Merk, Leiter des Fürstenfeldbrucker Veterinäramts auf Nachfrage bestätigt, seien drei derartige Tiere bereits am Freitag am Olchinger See aufgefunden worden. Sie seien nicht mit Öl verschmiert, aber völlig verdreckt gewesen. „Aber ansonsten in gutem gesundheitlichen Zustand“, wie Merk betont. Man habe die Tiere einem Experten zur Pflege gegeben. Nun warten die drei Enten im Tierheim auf einen neuen Besitzer. In der freien Wildbahn finden sie sich nämlich nur schwer zurecht.

Merk vermutet, dass die Enten entweder einer Privatperson entlaufen oder ausgesetzt worden sind. Auch warum sie so verschmutzt waren, bleibt wohl ein Rätsel. „Die von uns eingefangene Ente könnte beispielsweise unter einem Auto durchgelaufen sein“, mutmaßt Gigl. Öl im See gibt es nach Ansicht des Feuerwehrkommadanten jedenfalls nicht: „Da haben wir natürlich einen Blick darauf geworfen.“

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