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Bei der Zukunftswerkstatt brachten viele Jugendliche ihre Wünsche vor. Tobias Vogel (l.)  und Lukas Heimerl sortierten die Ideen-Zettel.

Zukunftswerkstatt

Das wünschen sich die jungen Brucker

Fürstenfeldbruck - Die städtische Politik hat nun erstmals Gelder dafür eingeplant und auch die Jugend wünscht sie sich: eine Eishalle. Die jungen Bürger haben aber noch viel mehr Ideen. Für sie ist klar: In Bruck gibt es viel zu tun.

Eine lebendigere Innenstadt, eine Disco, bessere Bolzplätze und eine Eishalle – das wünschen sich die jungen Bürger der Stadt. Sie waren am Wochenende bei der Zukunftswerkstatt im JUZ West aktiv. Dabei waren der Fantasie – ganz unabhängig von der möglichen Umsetzung – keine Grenzen gesetzt. „Die Kids sollen mal weg vom Schuldruck und einfach kreativ sein dürfen“, sagte Diana Hernandez-Brito vom JUZ West, die durch den Workshop führte. „Aus den verrücktesten Sachen entstehen oft die besten Ideen.“

Ein Wunsch, der auch den Stadtoberen nicht unbekannt blieb, ist die Eishalle. Aus Pappkarton bastelten die Jugendlichen schon mal ihren Entwurf. Sie hatten auch eine Idee, wie die Halle doppelt genutzt werden kann: „Dort könnten auch Feste stattfinden.“ Außerdem präsentierten die Jugendlichen einen Sprungturm, den sie sich für die Amperoase wünschen. Klar wurde auch, dass sie das Amperbad wieder eröffnen möchten. Auch dieses würden die jungen Brucker mit einem Sprungturm ausstatten. Der könnte auf einer schwimmenden Insel stehen.

Verkehr soll aus Hauptstraße raus

Andere junge Brucker träumen von einer Lasertag-Halle. Bei dem amerikanischen Spiel schießen die Teilnehmer mit Laserpistolen aufeinander, ihre speziellen Westen erkennen die Treffer. Jennifer (13) hat zwar selbst noch nie Lasertag gespielt, aber die Idee fand sie spannend. „Viele wollen dazu mehr erfahren und es macht Spaß, bei der Parcoursgestaltung der Phantasie freien Lauf zu lassen“, sagt die Bruckerin, die mit ihrer Freundin Antonia (12) die Hindernisse aufmalte. Warum sie bei der Werkstatt mitmachen? „Ich will wissen, was in Bruck so los ist“, meinte Antonia.

Zu viel Verkehr herrscht jedenfalls in der Hauptstraße, da waren sich die Beteiligten einig. Zur Verschönerung schlugen die jungen Bürger vor, dort Pflanzkübel und Brunnen aufzustellen. Sabine Wildmann von der Öffentlichkeitsabteilung der Stadt war extra gekommen, um sich die Vorschläge anzuhören. Sie freute sich, dass einige Punkte der Jugendlichen längst mehr als Zukunftsmusik sind: Die Ausschreibung für einen Brunnen am Viehmarktplatz läuft bereits.

Weil sie die Website der Bürgerbeteiligungs-Seite „Stadtgespräche“ betreut, auf der Brucker selbst Vorschläge für die Stadtgestaltung einreichen können, weiß sie auch, dass viele Vorschläge der Jugendlichen schon von anderen Bürgern eingereicht wurden. „Das zeigt: Die Erwachsenen wünschen sich das gleiche wie ihr.“

Jetzt sind aber erstmal der Stadtjugendrat – der die Werkstatt mitorganisierte – und das Jugendzentrum gefragt. In den kommenden Wochen wollen sie mit der Stadt in Verbindung treten. Dann soll überlegt werden, welche Ideen der Jugendzukunftswerkstatt umsetzbar sind und wie sich die Jugendlichen einbringen können.  (mmh)

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