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Dieser Zaun soll Bäume und Sträucher vor dem Verbiss durch Wild schützen. 

bei Gröbenzell

Zaun im Schutzgebiet: Jäger sorgt sich um Tiere

Gröbenzell – Die brachliegenden Felder und Wiesen mit ihren natürlich gewachsenen Bäumen und Sträuchern östlich der Zillerhofstraße sind äußerst beliebt bei Spaziergängern, aber auch bei Tieren. So finden Vögel und Rehe auf dem Areal, das bereits zu München gehört, Unterschlupf.

 Das Gebiet ist so bedeutsam, dass es von der Stadt München als Landschaftsbestandteil unter besonderen Schutz gestellt wurde. Doch nun sorgt ein Zaun für Aufregung.

Der Germeringer Ingo Ludwig, der das Gelände regelmäßig zur Jagd nutzt, hat nämlich festgestellt, dass das Areal seit kurzem eingezäunt ist. Und der Zaun hat seinen Unmut erregt. Denn dieser habe zur Folge, dass Tiere sich verletzen könnten. Durch Spaziergänger mit frei laufenden Hunden aufgescheuchte Rehe könnten sich auf ihrer Flucht an dem Zaun verletzen oder würden an ihrer Weiterflucht gehindert, so Ludwig.

Wie eine Nachfrage bei der unteren Naturschutzbehörde Münchens nun ergab, wurde der Zaun aber genau wegen der Rehe aufgestellt. Denn der Eigentümer des Geländes hat mittlerweile die Auflage der Stadt, auf seinem Areal wieder aufzuforsten brav erfüllt. Damit die neu gepflanzten Bäume und Büsche auch in Ruhe wachsen können und dem Wild nicht zum Fraß fallen, wurde ihm der Bau des Zaunes auferlegt.

Auf Dauer wird dieser dort aber nicht stehen bleiben. Wenn die neu gepflanzten Bäume und Büsche groß genug sind, um dem Verbiss durch das Wild stand zu halten kann er wieder entfernt werden. Das wird wohl in drei bis fünf Jahren sein.

Vor drei Jahren sorgte das Areal schon einmal für Aufregung. Spaziergänger bemerkten, dass auf einer Teilfläche kräftig gerodet wurde, Bäume waren gefällt worden, Büsche und Hecken waren beschädigt. Der Gröbenzeller Bund Naturschutz alarmierte die untere Naturschutzbehörde, die die Rodungen postwendend beendete. Gegen den Eigentümer der Fläche wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet und ihm die Wiederaufforstung auferlegt.  sus

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