Unter dem Deckel fand Rudi Cerne die Gravur mit dem Namen des Besitzers. Danach liefen bei der Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck die Telefondrähte heiß.

Zwei Jahre alter Fall

Heiße Spur nach Aktenzeichen XY: Moderator löst Rätsel

Fürstenfeldbruck - Bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ging es am Mittwochabend um einen zwei Jahre alten Fall. Bei der Kripo Bruck glühten danach die Telefonleitungen.

Die Suche in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ nach den rechtmäßigen Besitzern von Schmuck, der vor zwei Jahren bei mutmaßlichen Trickbetrügern sichergestellt wurde, war offenbar erfolgreich: Bei der Kripo Bruck haben am Mittwochabend die Telefonleitungen geglüht.

Rund 40 Anrufe sind während und nach der Sendung eingegangen, berichtet Kriminalhauptkommissar Thomas Kaiser.

Er hatte gemeinsam mit Moderator Rudi Cerne den Schmuck im Studio präsentiert. Das Ergebnis: Eine ältere Taschenuhr der Marke Omega mit der Gravur „AN“ kann voraussichtlich an den rechtmäßgen Besitzer zurückgegeben werden. Eine Frau aus Luxemburg hat die Uhr als die eines nahen Verwandten erkannt. Aber auch Moderator Rudi Cerne hat dabei eine wichtige Rolle gespielt.

Aktenzeichen XY: Rätsel bei der Probe gelöst 

Während der Proben am Dienstagnachmittag hatte er das Rätsel um die beiden Buchstaben „AN“ gelöst – aus Versehen. Als er den Deckel der Uhr aufklappte, kam der Name des ehemaligen Eigentümers zum Vorschein: Albert Ney. Wie aus der weiteren Inschrift hervorging, hatte dieser die Uhr wohl zum 20. Arbeitsjubiläum geschenkt bekommen – und zwar vor 70 Jahren bei den Arbed Stahlwerken. Diese Widmung veranlasste viele Zuschauer, auf ein ehemaliges Zweigwerk in Luxemberg hinzuweisen.

Frühlingserwachen im Tierpark Hellabrunn

Auch bei der Kripo Bruck war man dieser Spur nachgegangen. „Allerdings ist der Familienname Ney nicht gerade selten in Luxemburg, Belgien und im Saarland“, erklärt Kaiser. Man habe versucht, über die Einwohnermeldeämter zu recherchieren. Doch das sei aufgrund der internationalen Bestimmungen schwierig.

"Sehr heiße Sache"

Den Anruf der Luxemburgerin, der noch während der Sendung eingegangen ist, bezeichnet Kaiser als „sehr heiße Sache.“ Das müsse man jetzt verifizieren. Ebenfalls überprüft werden müsse ein Hinweis auf den Besitzer eines Chopard-Colliers, der aus Delmenhorst kam.

„Insgesamt war das Mitteilungsaufkommen sehr rege“, zieht Kaiser Bilanz. Außer den 40 Anrufen erreichten die Brucker Kripo noch 23 E-Mails. In der Redaktion von Aktenzeichen XY gingen 67 Anrufe ein. „Und im Nachgang werden sicherlich noch einige Hinweise kommen.“

Trotz des Erfolgs ist Kaiser nicht sonderlich erpicht darauf, seinen Fernseh-Auftritt zu wiederholen. „Es ist zwar spannend, aber man hat schon auch ein bisschen Bauchweh.“ (ed)

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