Wärmepumpe – ja oder nein? Das entscheidet jeder Grundbesitzer selbst im Neubaugebiet Sonnenweg. Eine zentrale Versorgung ist nicht finanzierbar. Symbolfoto: dpa

Zentrales Wärmepumpensystem zu teuer für Neubaugebiet

Mammendorf - Es war ein schöner Plan, doch er ist gescheitert: Im Neubaugebiet Sonnenweg wird es keine zentrale Versorgung zum Betrieb von Wärmepumpen geben.

Der Gemeinderat hat sich aufgrund der hohen Kosten gegen die Einrichtung eines solchen Systems entschieden. Das zuständige Ingenieurbüro hatte ausgerechnet, das eine so genannte kalte Nahwärmeversorgung, also ein Ableitungssystem mit Grundstücks- und Haushaltsanschlüssen sowie zentraler Versickerungsmöglichkeit, zwischen 250 000 bis 300 000 Euro liegt.

Doch die Kosten sind nicht das einzige Problem, wie Bürgermeister Hans Thurner (BGM) im Gemeinderat ausführte. „Eine zentrale Versorgung ist generell sehr schwierig, weil die Volumenströme so unterschiedlich sind, je nachdem ob nur eine Pumpe läuft oder mehrere.“ Zudem könne die Gemeinde die Kosten nicht über den Bereich „Kanalisation“ abrechnen, sondern müsse einen eigenen Bereich dafür schafen.

Doch das Hauptproblem, das wiederum mit den hohen Kosten zusammenhängt, ist ein ganz anderes.„Wir können nicht vorschreiben, dass die Pumpe benutzt wird“, erklärte Thurner. Ein Anschlusszwang für die Hausbesitzer sei nicht möglich, da es außer der Wärmepumpe noch viele andere Varianten der Versorgung mit regenerativen Energien gibt. „Wir sollten deshalb den Grundbesitzern die Entscheidung überlassen“, sagte der Rathauschef. „Sonst wird es für alle Beteiligten zu teuer.“

Dem stimmte der Gemeindrat letztendlich zu. Allerdings wird die Gemeinde den Grundstückskäufern entsprechende Vorgaben machen, regenerarive Energien zu nutzen. In dem Baugbiet im Südwesten von Mammendorf sollen rund 30 Parzellen für Einzel-und Doppelhäuser entstehen. (ed)

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