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So könnte die Germeringer Zukunft aussehen: Planer und ihr Entwurf.

Wettbewerbssieger stehen fest

Zukunftsmodelle können besichtigt werden

Germering - Wie wird die Stadt in einigen Jahrzehnten aussehen? Fachbüros aus ganz Europa haben ihre Ideen beim städtebaulichen Wettbewerb eingereicht.

Die entstandenen Modelle sehen große Veränderungen in Germering vor, stellte die Berliner Architektin Professor Hannelore Deubzer beim städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Innenstadtentwicklung fest. Ein Preisgericht aus Fachleuten und Vertretern der Stadt sowie des Stadtrats benannte am Ende zwei Entwürfe als gleichwertige Sieger. Deubzer, die ebenfalls in der Jury saß, beschreibt die Arbeiten so: „Beide zeichnet die Übertreibung aus. Die muss man setzen, um Klarheit zu schaffen.“

Der Entwurf eines in München und Freising ansässigen Architekturbüros sieht eine Neubebauung des Harfengebäudes und der City-Galerie vor. Auch die Neuordnung des Bahnhofsbereiches mit Busterminal und vielen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder überzeugte die Jury. Das auf dem Stadthallenplatz vorgesehene Hotel wurde als ruhiges Element bewertet.

Als qualitativ gleich betrachtet wurde das Modell eines Landshuter Büros, für das auch Architekten in Spanien arbeiten. Dort rückt der Hotelkomplex, der zum Teil neungeschossig angedacht ist, an die Landsberger Straße und wirkt wie ein baulicher Gegenpol zum Germedicum. Der Bahnhofsbereich, ebenfalls mit Busterminal, soll mit einem einheitlichen Gebäudetyp angelegt werden.

Insgesamt 21 Entwürfe, zum Teil aus Österreich, Italien und Griechenland, waren in dem offenen Wettbewerb eingereicht worden. Dabei standen den Bewerbern der 2013 beschlossene Masterplan der Stadt und einige Studentenarbeiten zur Verfügung.

Oberbürgermeister Andreas Haas fand „die Anzahl und die Qualität der Entwürfe sehr interessant“. Er betonte, dass es sich zunächst um Ideen für die Innenstadtentwicklung und nicht um eine konkrete Planung handle. „Beide Preisträger werden wohl aufgefordert, ihre Vorstellungen zu überarbeiten.“

Überdacht werden soll unter anderem der Hotelkomplex, der vom Preisgericht als zu massiv empfunden wurde. Stadtbaumeister Jürgen Thum mahnte die zu große Höhe an. Auch die Anordnung der Gewerbeflächen stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. Katrin Schmidt, die im örtlichen Gewerbeverband den Einzelhandel vertritt, wies auf die unterschiedlichen Geschossflächen hin – zum Beispiel ist ein Ladenbereich in einem Tiefgeschoss vorgesehen. „Dort könnte der Einzelhandel weniger wahrgenommen werden.“ Man sollte nach Schmidts Ansicht Bereiche anlegen, wo die einzelnen Geschäfte klar wahrgenommen werden können.

Wenn es um die Anordnung des Hotelkomplexes geht, will Stadtrat Johann-Alois Pichelmaier berücksichtigt wissen, dass der Platz vor der Stadthalle freigehalten wird. „Veranstaltungen wie der Christkindlmarkt müssen erhalten bleiben.“ Teilweise machten die Entwürfe auf ihn einen zu massiven Eindruck.

von Hans Kürzl

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