+
Auch der Ameisenbläuling fühlt sich entlang der Amper wohl.  

Neues Konzept

Pflanzen und Tiere am Amperufer schützen

Landkreis – Pflanzen und Tiere entlang der Amper sollen dauerhaft geschützt werden. Deshalb trafen sich die Naturschützer im Kreis nun im Beisein von Vertretern der Regierung von Oberbayern sowie der Kommunen mit den Grundstückseigentümern, um den ersten Schritt in Richtung eines Management-Plans für die Zukunft des Habitats zu machen.

Konkret geht es um das schon lange unter strengem Schutz stehende Gebiet entlang des Flusses von Grafrath bis zur Grenze des Landkreises Dachau bei Geiselbullach. Es umfasst eine Fläche von fast 2200 Hektar. Das Brucker Stadtgebiet ist ausgenommen. Ein Drittel ist bewaldet, der Rest ist offenes (Grün-)Land. Eine genaue Kartierung steht noch aus, die Naturschützer gehen aber von seltener Vegetation in Amper-Altwässern aus. Als vom Verschwinden bedroht gilt der Weichholz-Auwald mit seinen Erlen, Eschen und Weiden und der Waldmeister-Buchenwald.

Die Naturschützer werden mit Hilfe eines Umwelt-Planungsbüros das Gebiet untersuchen, kartieren und dann für Flächen, auf denen es notwendig erscheint, Erhaltungs- oder Verbesserungsvorschläge machen. Die werden an einem Runden Tisch mit Behördenvertretern, Eigentümern und Nutzern diskutiert.

Für die herkömmliche Bewirtschaftung ändert sich grundsätzlich nichts. Ein Fichtenwald an der Amper beispielsweise wird als „sonstiger Lebensraum“ eingestuft, in den sich die Naturschützer nicht einmischen. Aber auch auf den wertvolleren Flächen ist nur die „aktive Verschlechterung“, beispielsweise der Bau einer Maschinenhalle im Auwald, verboten.

Wer „passiv“ zuschaut, wie ein Lebensraum an Qualität verliert, etwa weil ein Landwirt aus Altersgründen nicht mehr mähen kann, wird nicht belangt. Wohl aber schlagen die Naturschützer auch den Privaten Maßnahmen vor, beispielsweise typische Baumarten nachzupflanzen oder mehr Totholz liegen zu lassen. Wer als Eigentümer mitmacht, kann mit Fördermitteln rechnen.

Nichts werde gegen den Willen der Privateigentümer auf deren Grund geschehen, so die zentrale Botschaft der Auftaktveranstaltung. Rechtsverbindlich wird der spätere Managementplan nur für die staatlichen Behörden.  

op

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fünf CSU-Bewerber für Bocklet-Nachfolge
Im internen CSU-Rennen um die Direktkandidatur im Stimmkreis Bruck-Ost in Nachfolge von Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet gibt es fünf Bewerber.
Fünf CSU-Bewerber für Bocklet-Nachfolge
Einführung des Fundräder-Verleihs verzögert sich
Die Realisierung des geplanten Verleihsystems mit alten Fundrädern verzögert sich. Das ist im Verkehrssausschuss bekannt geworden.
Einführung des Fundräder-Verleihs verzögert sich
Stadtratssitzungen bald im Livestream?
Was die Stadt München kann, soll Bruck demnächst auch können. Zumindest wenn es nach den Stadträten Alexa Zierl und Florian Weber („Die Partei & frei“) geht: 
Stadtratssitzungen bald im Livestream?
Jamaika-Desaster: Abgeordnete bietet Telefon-Gespräche an
Nach dem Aus der Jaimaka-Sondierungen stellt die neue CSU-Abgeordnete aus dem Wahlkreis Bruck/Dachau eine große Verunsicherung in der Bevölkerung fest. Sie greift daher …
Jamaika-Desaster: Abgeordnete bietet Telefon-Gespräche an

Kommentare