Zuschauer zeigen Radrennen die kalte Schulter

Fürstenfeldbruck - Auch bei seiner dritten Teilnahme am Volksfestkriterium landete der Sechstagerennen-Experte Leif Lampater auf dem Siegerpodest. Doch seinen Sieg verfolgten kaum Zuschauer.

Die Zuschauer zeigten dem prominent besetzten Radrennen wieder einmal die kalte Schulter. Fredi Völk, Chef der veranstaltenden Radsportabteilung im TuS Fürstenfeldbruck, kündigte deshalb schwer enttäuscht an: „Ich mache nichts mehr.“ Findet sich keiner, der für Völk als Organisator einspringt, war es wohl das letzte Volkfestkriterium in Bruck.

Dabei hatte sich Neu-OB Klaus Pleil für das Rennen stark gemacht. Am meisten war noch zum Start des Promirennens los. Rund 200 Radsportfans wollten sehen, wie Brucks Politriege und andere Prominente der Stadt in Lederhosen vier Runden auf dem Rundkurs bewältigten. Der passionierte Radfahrer Pleil landete im Schlusssprint hinter Volkfestreferent Markus Droth und dem Ex-Radsportler und Radhändler Thomas Stannecker nur auf Platz drei. „Sonst fahre ich Langstrecken, der kurze Sprint ist schon heftig“, sagte der Stadtchef.

Als bester Sprinter beim Hauptrennen erwies sich einmal mehr Lampater. Der mehrfache Teilnehmer am Münchner Sechstagerennen landete mit 29 Punkten am Ende klar auf dem ersten Platz. Da konnte auch der Bayerische Straßenmeister Hannes Baumgarten vom Team Baier Landshut nicht mithalten. Er kam auf 22 Zähler und als Zweiter ins Ziel. Als Dritter stand Andreas Mayr vom RSC Kempten mit 18 Punkten auf dem Stockerl.

Bilder vom Radrennen in Fürstenfeldbruck

Bilder vom Radrennen in Fürstenfeldbruck

Bilder vom Radrennen in Fürstenfeldbruck

Die Top 10 um einen Punkt verpasst hat der einzige Brucker Teilnehmer Florian Völk. Der Sohn des Abteilungsleiters holte früh drei Punkte, reihte sich dann aber ins Hauptfeld ein und hatte gegen die Führungsfahrer keine Chance. Am Ende wurde er Zwölfter. (ad)

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