Neubau

Zweite Mehrzweckhalle in Eichenau

Eichenau – Die Turnhalle an der Eichenauer Josef-Dering-Schule ist in die Jahre gekommen. Saniert wird sie aber nicht. Stattdessen soll eine Mehrzweckhalle gebaut werden – die zweite im Ort.

Bereits vor zwei Jahren war über eine neue Mehrzweckhalle im Gemeinderat diskutiert worden. Damals wurde beschlossen, dass eine Konzeptstudie erarbeitet werden soll. Diese wurde nun vorgelegt. Im Kern ging es darum, ob es eine Zwei- oder Dreifachhalle werden soll.

Der Entwurf von Architekt Andreas Heene sieht für beide Varianten eine fest installierte Tribüne vor. Genutzt werden soll die Halle von der Schule, von Vereinen und als Veranstaltungsort. Die Kosten für eine Dreifachhalle betragen ersten Schätzungen nach rund 5,25 Millionen Euro. Die für die kleinere Version belaufen sich voraussichtlich auf 3,6 bis 4,6 Millionen Euro. Trotz der deutlich höheren Ausgaben war man sich im Gremium weitgehend einig, dass man eine Dreifachhalle bauen wolle.

„Es ist wohl auf lange Sicht die letzte Chance, eine weitere Halle in der Gemeinde zu bekommen“, sagte Sportreferent Elmar Ströhmer (FW). Er findet eine neue Mehrzweckhalle im Bereich des Hartplatzes der Josef-Dering-Schule notwendig. „Wenn Neubau, dann gleich richtig“, sagte Andreas Zerbes (SPD), der bei den Handballern des Eichenauer SV engagiert ist. „Die Gemeinde verträgt zwei solche Hallen“, fand Dirk Flechsig (CSU). Skeptisch war hingegen Rike Schiele (Grüne). Sie bezweifelte, ob eine Tribüne nötig ist. In der Budriohalle gebe es schließlich eine. Doch die Budriohalle ist keine richtige Mehrzweckhalle. Aus brandschutztechnischen Gründen ist sie nur für Sportveranstaltungen zugelassen.

Doch egal ob Zwei- und Dreifachturnhalle, mit den Stellplätzen gibt es Probleme. Da in der geplanten Halle auch gesellschaftliche oder gemeindliche Veranstaltungen stattfinden sollen, müssten bis zu 80 Stellplätze nachgewiesen werden. Bei reinen Sportveranstaltungen wären es immer noch 46. Durch einen Verbund zum Beispiel mit dem Rathausareal könnte dies verwirklicht werden. Ebenfalls diskutiert wurden eine Tiefgarage oder ein Parkdeck an der Stelle der jetzigen Halle. Deren Instandsetzung hätte nach Angaben der Verwaltung rund eineinhalb Millionen Euro gekostet.

Das bringe keinen Raumgewinn, so Flechsig. Allein die Handballer des Eichenauer SV klagen immer wieder, dass mangels Platz kein optimales Training möglich sei. Ströhmer mahnte zudem eine Verbesserung der Umkleidesituation an. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müsse man nicht nur nach Geschlechtern trennen, sondern auch nach Erwachsenen und Kindern. Zudem hätten Schiedsrichter ebenfalls Anspruch auf eigene Kabinen.

Ende Mai werden Vertreter des Gemeinderats einige Hallen besichtigen. Erst danach wird eine grundlegende Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden. Deshalb könne derzeit noch keine Aussage über den Baubeginn getroffen werden, so Michael Pletl vom Bauamt. (hk)

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