Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Auf der großen Sandreiße haben die Feuermacher für eine prächtige "125" gesorgt. 

Fast alle Nachbarwehren kamen zum Fest

So feierte die Feuerwehr Grainau ihren 125. Geburtstag 

Grainau - Nur eitel Sonnenschein: Die Feuerwehr Grainau feierte am Wochenende ihr 125-jähriges Bestehen. Mit einem großen Programm und viel guter Stimmung. 

„Der liebe Gott ist ein Feuerwehrler“, sagte vor dem Festgottesdienst ein Besucher. Ein anderer Gast ergänzte: „Aber ein Grainauer!“ Zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr gab es nur Sonnenschein. Von oben und auch im Herzen, denn alles freute sich, dass der Ehrentag der Wehr so gut gelang. Mit einem Festabend, der Feldmesse, einem großen Festzug und einem Unterhaltungsnachmittag im Musikpavillon feierten die Grainauer ihr besonderes Gründungsfest.

Der morgendliche Kirchenzug endete vor dem großen Kreuz mit seiner mannshohen Christusfigur, das Jungvieh mit ihren Schellen verbreitete Almstimmung, und die Waxensteine darüber grüßten die zahlreichen Nachbarwehren, die gekommen waren, um den Grainauern die Ehre zu erweisen. Denn 125 Jahre organisierte Feuerwehr ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Diesen Gedanken hatte auch Pfarrer im Ruhestand Franz Sand, der zusammen mit Diakon Reinhard Wohletz den Festgottesdienst an diesem idyllischen Platz am „Gschwendt“ mit den vielen Uniformierten zelebrierte. „Dieses Jubiläum nimmt einen wichtigen Platz im Veranstaltungskalender dieses Jahres ein“, betonte Sand. „Und diese 53 Männer zwischen 18 und 48 Jahren, die in den damals nur gut 450 Einwohner zählenden Dörfern Unter- und Obergrainau im Jahre 1891 die gemeinsame Feuerwehr aus der Taufe hoben, waren bereits in ihrem Tun und Handeln dem Leitwort ,Dem Herrgott zur Ehr, den Menschen zur Wehr‘ verbunden. Denn euer Ziel ist es, Leben zu schützen und zu erhalten. Dazu gehört auch, sich Wissen anzueignen, Prüfungen abzulegen, Kopf und Körper fit zu halten“, sagte Sand. Die Sonne brannte derweil unerbittlich auf die Gläubigenschar, Schattenplätze waren heiß begehrt.

Gleich nach der Bayernhymne und dem Grußwort von Landrat Anton Speer zogen die Grainauer mit ihren Gästen durchs fahnengeschmückte Dorf. Dann war der große Festzug angesagt. Mit dabei neben dem herrlich blumen-gezierten Festwagen auch ein historischer Löschzug der Grainauer mit der altehrwürdigen Handdruckspritze, einer Leiter aus dem Jahre 1898 sowie einem Schlauchwagen. Nicht zu vergessen der Garmischer Patenverein, ebenfalls angerückt mit einer historischen Gruppe samt ihrer hochglanz-polierten Messinghelme. Sie sorgten mit dem kühlen Nass ihrer Spritze von 1885 bei manchem Zuschauer am Straßenrand für eine unverhoffte Erfrischung. Aber auch sonst waren fast alle befreundeten Nachbarwehren aus Loisach-, Isar- und Ammertal beim Mitfeiern präsent.

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Grainau: die Bilder

Für die Ortsvereine sprach im Musikpavillon Georg Kaufmann. „Danke für die vielen Dienste und die Unterstützung bei vielen Anlässen“, sagte der Veteranen-Vorsitzende. Auch die Nachbarwehren durften sich noch die geschnitzte Erinnerungsgabe abholen, ehe Vorsitzender Beni Bauer zusammen mit Kommandant Josef Keller und ihren Stellvertretern die Mithilfe lobte.

Beim Festabend der Feuerwehr am Vorabend hatte es viele Auszeichnungen und Ehrungen gegeben. Aufgrund seiner großen Verdienste ernannte Bauer Andreas Huber senior zum Ehrenkommandanten. Er war 24 Jahre als Erster und Zweiter Kommandant aktiv, hat den Neubau des Feuerwehrhauses angestoßen, viel Eigenleistung erbracht und die Fuhrpark-Erneuerung mit vier Fahrzeugen in seiner Amtszeit bewältigt. Anton Reindl, der 27 Jahre als Kassier tätig war, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Dann wurde es gemütlich. Auf der großen Sandreiße hatten die Feuermacher für eine prächtige „125“ gesorgt.

Geehrt

Ernennung zum Ehrenkommandant: Andreas Huber senior. Ehrenmitglied: Anton Reindl (Lanzle), Urkunde für 60-jährige Mitgliedschaft: Josef Märkl (Hassa). Urkunde und goldenes Vereinszeichen mit Kranz für 50-jährige Mitgliedschaft: Andreas Buchwieser (Wastl), Martin Ostler (Puit) und Josef Reiser (Bodera) , Ehrenplakette in Gold: Johann Reiser (Kruscht), Nikolaus Grasegger senior (Niklos), Thomas Radu. Ehrenplakette in Silber: Josef Stifter, Martin Köberling, Josef Keller. Ehrenplakette in Bronze: Franz Maurer junior (Lanker), Andreas Huber junior.

Klaus Munz

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