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Das Unterschriftenpaket übergeben die Initiatoren an Bürgermeister Karl-Heinz Reichert (2.v.l.) – weiter v.l. Steffi Lang, Sven und Juliana Stieglitz von der Gaststätte Jägerhaus, Doro Sührig und Dani Lang. 

Protest gegen DB-Vorhaben

1252 Unterschriften! Jägerhaus muss bleiben

Bad Kohlgrub - Erfolg für die Unterstützer der Unterschriftenaktion: 1252 Menschen haben sich gegen das Vorhaben der Deutschen Bahn ausgesprochen. Sie wollen die Haltestation Jägerhaus erhalten. 

Das ist eine klare Ansage: Exakt 1252 Unterstützer haben sich in einer Unterschriftenaktion für den Erhalt der Bahnhaltestelle Jägerhaus ausgesprochen, die von der Deutschen Bahn zum Jahresende aufgelöst werden soll. Am Donnerstag übergaben die Initiatoren um Doro Sührig die Unterschriften im Kohlgruber Rathaus an Bürgermeister Karl-Heinz Reichert.

Die Nachrüstung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Beleuchtung und einer digitalen Fahrgastinformation würde die Bahn 120 000 Euro kosten – Geld, das die DB wegen zu geringer Fahrgastzahlen nicht ausgeben möchte. Bürgermeister Karl-Heinz Reichert betonte bei der Übergabe, dass die Gemeinde ebenfalls großes Interesse an dem Erhalt des Standorts Jägerhaus habe, merkte aber an: „Es wird wahrscheinlich schwer werden, die Bahn von der Notwendigkeit der Bedarfshaltestelle zu überzeugen“. 

Dennoch werde er in Kürze Gespräche mit den Verantwortlichen führen, nachdem er vom Eisenbahnbundesamt erfuhr, dass die Deutsche Bahn Fördergelder für die Haltestelle Jägerhaus beantragen könnte. „Wir planen, zusammen mit der Ammergauer Alpen GmbH im Weiler Jägerhaus einen Wanderparkplatz zu installieren. Da wäre es absolut kontraproduktiv, die Haltestelle aufzulösen“, brachte er ein touristisches Argument für den Erhalt vor. „Falls die DB Fördergelder erhält, könnte die Gemeinde eventuell den Rest bezahlen. Darüber werde ich auch in der nächsten Sitzung mit meinen Gemeinderäten sprechen“, versprach der Rathauschef.  

fem

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