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Ersthelfer versorgen den 13-Jährigen, der im Aufsprung liegt. Der Hubschrauber bringt ihn ins UKM nach Murnau.

Unfall im Olympia-Skistadion

Faschingsspringen wird von schwerem Sturz überschattet

Garmisch-Partenkirchen - 13-Jähriger Nachwuchsspringer muss mit Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Die anfangs schlimmen Anfangs-Befürchtungen einer schweren Verletzung bestätigen sich nicht.

Es hätte ein lustiger Nachmittag werden sollen im Olympia-Skistadion, doch das traditionelle Faschingsskispringen ist von einem schlimmen Unfall überschattet worden. Die Veranstaltung hatte gerade begonnen, als ein 13-Jähriger auf der K80-Schanze schwer zu Sturz kam. Damit endete das lustige Treiben. Die Sorge um den Buben war allseits spürbar. Mittlerweile kann allerdings leichte Entwarnung geben werden. Die Befürchtungen, dass er sich schwer verletzt hat, bestätigten sich nicht. Brüche hat er anscheinend nicht davongetragen

Das Talent des Skiclubs Partenkirchen war der erste Springer auf der K80-Schanze gewesen. Kurz nach dem Schanzentisch bemerkten die Zuschauer, dass etwas schief gegangen war. Er kam in extremer Vorlage über den Vorbau, die Ski fielen nach vorne ab. Er versuchte noch, seinen unvermeidbaren Sturz zu kontrollieren. Der 13-Jährige überschlug sich mehrmals, reagierte aber souverän. Im Radius blieb er schließlich liegen.

Zuschauern, Eltern, Trainern und den anderen Athleten stockte der Atem. Selbst dem sonst so redegewandten Wolfi Hostmann versagte die Stimme. Sofort waren die Ersthelfer an Ort und Stelle. Trainer Fabian Ebenhoch verständigte im Spurt den Notarzt. Dennoch dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich Sanitäter und schließlich auch der ADAC-Hubschrauber ins Stadion kamen. Der verletzte junge Sportler wurde erstversorgt und unter dem Applaus der Zuschauer nach Murnau in die Unfallklinik geflogen.

Inzwischen kann Entwarnung gegeben werden. Trainer Ebenhoch telefonierte gestern Nachmittag mit dem jungen Springer. „Er ist wohl mit ein paar kräftigen Prellungen davongekommen und bleibt zur Beobachtung noch eine Nacht in der Klinik“, sagt er sichtlich erleichtert. Warum sein Schützling zu Sturz kam, kann Ebenhoch noch nicht sagen. Der Hergang wird derzeit von der Polizei ermittelt.

Nach dem schweren Unfall war die Stimmung gekippt. Das Springen von der K80- und der K43-Schanze brach der Veranstalter ab. Nur die Kleinen durfte ihr Hüpfer von der K20-Schanze noch absolvieren. Obwohl sich die Musikkapelle Partenkirchen redlich Mühe gab, das Publikum der Situation angemessen zu unterhalten, wanderte doch der eine oder andere besorgte Blick immer wieder hinauf zum Aufsprung mit den Sturzspuren.

ks

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